Deutsche Bank Aktie: Neues Umsatzhoch!
Christian Sewing liefert ab: Mit einem verdoppelten Nettogewinn und einer massiven Dividendenerhöhung belohnt die Deutsche Bank ihre Aktionäre für die Geduld der Restrukturierungsjahre. Doch während operativ die Kassen klingeln, standen kurz vor der Bilanzvorlage erneut Ermittler vor der Tür. Überwiegt die Freude über die Rekordzahlen oder lasten die Compliance-Probleme weiterhin zu schwer auf dem Institut?
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Gewinnsprung: Vorsteuerergebnis springt um 84 % auf 9,7 Mrd. Euro.
- Dividende: Erhöhung auf 1,00 Euro je Aktie geplant (Vorjahr: 0,68 Euro).
- Aktienrückkauf: Genehmigung für weitere 1 Mrd. Euro erhalten.
- Kursreaktion: Aktie schließt am Freitag mit einem Plus von 2,60 % bei 33,30 Euro.
Operative Stärke schlägt Erwartungen
Die vorläufigen Zahlen für 2025 markieren einen vorläufigen Höhepunkt des Konzernumbaus. Besonders das Schlussquartal, traditionell oft schwächer, überraschte positiv: Statt der von Analysten erwarteten 1,12 Milliarden Euro lieferte das Institut einen Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro. Haupttreiber waren das anhaltend starke Zinsumfeld und Zuwächse in der Vermögensverwaltung, die die Gesamterträge auf 32,1 Milliarden Euro hievten.
Für Anleger zahlt sich diese Entwicklung nun bar aus. Neben der signifikanten Anhebung der Dividende unterstreicht das neue Aktienrückkaufprogramm den Fokus auf Shareholder Value. Die Kapitalausschüttung erreicht damit Dimensionen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar schienen.
Der juristische Schatten bleibt
Trotz der finanziellen Rekorde kommt die Bank nicht zur Ruhe. Die jüngsten Durchsuchungen der Geschäftsräume in Frankfurt und Berlin wegen erneuter Geldwäsche-Verdachtsmomente zeigen, dass die Compliance weiterhin die Achillesferse des Konzerns bleibt. CEO Sewing betonte zwar, am Kurs festzuhalten, doch solche Nachrichten verhindern oft eine noch höhere Bewertung des Titels. Marktbeobachter werten die Vorfälle derzeit jedoch eher als lästiges Störfeuer und nicht als fundamentale Bedrohung des Geschäftsmodells.
Analysten sehen Potenzial
Die Finanzmärkte honorierten die operative Leistung zum Wochenausklang deutlich. Mit einem Schlusskurs von 33,30 Euro notiert das Papier zwar rund 16 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Dezember, aber satte 75 Prozent über dem Niveau von vor 12 Monaten. Analysten von RBC (Kursziel 38 Euro) und Barclays (Kursziel 39 Euro) bestätigten ihre positiven Einschätzungen und verwiesen auf die gelungene Kostendisziplin sowie die attraktive Bewertung im Branchenvergleich.
Zusätzliche Fantasie wecken Berichte über einen möglichen Einstieg bei "Frankfurter Leben" gemeinsam mit der Tochter DWS. Dies würde zwar die Diversifizierung vorantreiben, befindet sich aber noch im Prüfungsstadium.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist nun die Hauptversammlung im Mai 2026. Dort soll die Dividende von 1,00 Euro final beschlossen werden. Solange die Ertragskraft die juristischen Risiken so deutlich überlagert wie im abgelaufenen Jahr, dürften Anleger dem Titel die Treue halten.
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