Die Deutsche Bank liefert das beste Jahresergebnis ihrer Geschichte ab und kündigt die höchste Dividende seit Jahren an. Gleichzeitig durchsuchen Ermittler die Zentrale wegen Geldwäsche-Verdachts aus der Vergangenheit. Zwei gegensätzliche Signale zur gleichen Zeit – wie passt das zusammen?

Historischer Gewinn und massiv höhere Ausschüttung

Das Frankfurter Geldhaus verzeichnete 2025 einen Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte auf 6,12 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie 2024.

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Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Vorsteuergewinn 2025: 9,7 Mrd. EUR (Rekordwert)
  • Nettogewinn: 6,12 Mrd. EUR
  • Eigenkapitalrendite (RoTE): 10,3 Prozent
  • Dividendenvorschlag: 1,00 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,68 EUR)
  • Aktienrückkauf: 1 Mrd. EUR genehmigt

Allein im vierten Quartal erwirtschaftete die Bank einen Vorsteuergewinn von rund 2,0 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite übertraf mit 10,3 Prozent sogar das selbstgesteckte Ziel von 10 Prozent.

Aktionäre profitieren direkt: Die Dividende soll von 0,68 auf 1,00 Euro je Aktie steigen. Zusätzlich wurde ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro beschlossen.

Razzia überschattet Zahlenwerk

Während die operative Performance glänzt, sorgt eine behördliche Untersuchung für Unruhe. Gestern durchsuchten Ermittler Geschäftsräume der Bank in Frankfurt. Der Verdacht: Geldwäsche im Zusammenhang mit Transaktionen aus den Jahren 2013 bis 2018, möglicherweise mit Verbindungen zu sanktionierten Personen.

CEO Christian Sewing versicherte umfassende Kooperation mit den Behörden. Die rechtlichen Altlasten stammen aus einer Zeit, in der die Bank bereits mehrfach mit Compliance-Problemen konfrontiert war. Analysten von JPMorgan und Barclays bekräftigten dennoch ihre positive Einschätzung und verwiesen auf die fundamentale Ertragskraft.

Ambitionierte Ziele bis 2028

Das Management blickt trotz der juristischen Unsicherheiten optimistisch nach vorn. Bis 2028 sollen die Erträge auf 37 Milliarden Euro steigen. Die Eigenkapitalrendite wird dann bei über 13 Prozent erwartet, während die Aufwandsquote unter 60 Prozent sinken soll.

Zusätzlichen Rückenwind lieferte die Fondstochter DWS. Diese hob ihre Mittelfristziele an und kündigte künftige Sonderdividenden an. Die DWS-Aktie reagierte mit zweistelligen Kursgewinnen.

Die Deutsche Bank steht somit zwischen zwei Polen: operativer Stärke und rechtlichen Risiken aus der Vergangenheit. Während die Geschäftszahlen die erfolgreiche Transformation belegen, bleibt der Ausgang der Ermittlungen abzuwarten.

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