Daimler Truck setzt kurz vor der Jahresbilanz gleich zwei Akzente – und beide zielen auf Nordamerika. Einerseits weitet die Tochter Torc Robotics Tests für autonom fahrende Lkw auf öffentliche Straßen in Michigan aus. Andererseits bringt die Antriebsmarke Detroit eine neue Dieselmotorgeneration an den Start, die schon heute auf die strengeren US-Abgasregeln ab 2027 ausgelegt ist. Was steckt hinter diesem Doppelmanöver?

Autonome Lkw: Torc geht in Michigan auf die Straße

Torc Robotics hat am 24. Februar angekündigt, autonome Testfahrten im Großraum Ann Arbor (Michigan) auf öffentlichen Straßen auszubauen. Zum Einsatz kommt die neueste Generation des autonomen Daimler-Truck-Chassis auf Basis des Freightliner Cascadia.

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Michigan ist damit der dritte Testkorridor in den USA – neben Dallas-Fort Worth (Texas) und Blacksburg (Virginia). Torc hatte bereits im vergangenen Jahr ein Ingenieurbüro in Ann Arbor eröffnet. Jetzt soll die dortige Entwicklungsarbeit unter realen Bedingungen validiert werden. Im Fokus stehen laut Angaben unter anderem die Validierung von KI-Inferenzmodellen, präzisere Simulationen und Tests unter unterschiedlichen saisonalen Bedingungen.

Für die Expansion arbeitet Torc mit staatlichen und regionalen Partnern zusammen, darunter die Michigan Economic Development Corporation (MEDC) und das Michigan Department of Transportation (MDOT). Parallel baut Torc Personal auf und schreibt in Michigan sowie remote Stellen in Software Engineering, KI und Machine Learning aus.

Neue Gen-6-Diesel: bereit für EPA 2027

Schon am 23. Februar folgte die zweite Nachricht: Detroit, die Antriebsmarke von Daimler Truck North America, stellte das Gen-6-Portfolio schwerer Dieselmotoren vor. Die Modelle DD13, DD15 und DD16 sind auf die verschärften EPA-Emissionsstandards für 2027 ausgelegt, die eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen um mehr als 80% gegenüber bisherigen Grenzwerten vorsehen.

Technisch setzt das Portfolio unter anderem auf ein vorgeschaltetes SCR-System (Selective Catalytic Reduction), das die Abgasnachbehandlung schneller auf Betriebstemperatur bringen soll. Zudem wird ein überarbeitetes Kraftstoffsystem genannt, das eine Effizienzverbesserung von rund 3% ermöglichen soll.

Beim Zeitplan bleibt Daimler Truck konkret: Gen-6-Varianten des DD13 und DD15 sollen ab Januar 2027 verfügbar sein, der DD16 ab Januar 2028. Produziert werden alle Motoren im Werk Redford Township (Michigan), für das laut Unternehmen zuletzt Investitionen von 285 Mio. US-Dollar bereitstanden – unterstützt durch Fördermittel der MEDC und des Michigan Strategic Fund.

Blick nach vorn: Am 12. März zählen die Zahlen

Die operativen Signale kommen kurz vor der Jahresbilanzkonferenz am 12. März. Dann will Daimler Truck die Finanzergebnisse für 2025 vorlegen und den Ausblick für 2026 präsentieren.

Ein wichtiger Rahmen ist bereits bekannt: 2025 lieferte der Konzern 422.510 Fahrzeuge aus, nach 460.409 im Vorjahr (–8%). Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Trucks North America aus: –26% auf 141.814 Einheiten. Mercedes-Benz Trucks blieb mit 159.871 Einheiten nahezu stabil. Auffällig auf der anderen Seite: Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge stieg um 67% auf 6.726 Einheiten.

An der Börse wirkt das Bild zuletzt stabil bis leicht positiv: Der Schlusskurs lag gestern bei 42,15 Euro, rund 5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch (44,39 Euro). Am 12. März dürfte sich zeigen, wie stark der Nachfrageknick in Nordamerika die Ergebnisse geprägt hat – und ob der Ausblick die strategischen Investitionen in autonome Technik und die Gen‑6‑Motoren untermauert.

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