BASF Aktie: Großer Immobilien-Verkauf
Kurz vor der Präsentation der endgültigen Jahreszahlen schafft der Chemiekonzern Fakten. BASF trennt sich von einem massiven Immobilienpaket und stößt 4.400 Wohnungen ab, um die Bilanz zu stärken. Während das Management von einer Konzentration auf das Kerngeschäft spricht, sehen Kritiker darin den Verkauf von Tafelsilber.
Abschied vom Betongold
Der Konzern plant, den Großteil des Wohnungsbestands seiner Tochtergesellschaft BASF Wohnen + Bauen zu veräußern. Konkret sollen 1.100 Eigentumswohnungen an Einzelkäufer gehen, während ein Paket von 3.300 Einheiten für einen Großinvestor geschnürt wird. Die Immobilien befinden sich überwiegend am Stammortsitz in Ludwigshafen sowie in Mannheim und Frankenthal. Nur Bestände in direkter Werksnähe verbleiben im Konzernbesitz.
Die strategische Begründung ist eindeutig: BASF benötigt Liquidität und will die Wettbewerbsfähigkeit des Stammwerks sichern. Das Management verweist auf ein „schwieriges Marktumfeld“ und strebt den Abschluss der Verkäufe bis Anfang 2027 an. Dieser Schritt stößt jedoch auf Widerstand. Die Gewerkschaft IGBCE kritisiert den Verlust der Mitarbeiterbindung, und auch die Landespolitik fordert Garantien für bezahlbare Mieten nach dem Eigentümerwechsel.
Aktienrückkauf und Personalien
Während auf der einen Seite Vermögenswerte verkauft werden, investiert BASF auf der anderen Seite weiter in die eigene Aktie. Das laufende Rückkaufprogramm wird konsequent fortgesetzt. Allein in der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen über 1,2 Millionen eigene Anteile. Seit dem Start im November 2025 wurden bereits Aktien im Volumen von über 13 Millionen Stück zurückgekauft. Das Ziel ist klar definiert: Bis Juni 2026 sollen bis zu 1,5 Milliarden Euro in die Kurspflege fließen.
Parallel dazu werden personelle Weichen gestellt. Der Aufsichtsrat hat Mark Garrett als neuen Aktionärsvertreter nominiert. Der 63-Jährige soll auf der Hauptversammlung Ende April gewählt werden und bringt laut dem Gremium umfassende Kenntnisse der chemischen Industrie mit.
Der Blick richtet sich auf Freitag
Die strategischen Manöver bilden den Rahmen für den eigentlichen Termin der Woche: Morgen, am Freitag, präsentiert der Vorstand die vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Die Aktie notiert im Vorfeld bei rund 48,97 Euro und damit gut 9 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Die vorläufigen Eckdaten zeichneten bereits ein gemischtes Bild. Das operative Ergebnis (EBIT) enttäuschte mit 1,6 Milliarden Euro aufgrund hoher Restrukturierungskosten. Das Nettoergebnis hingegen lag dank Sondereffekten aus der Wintershall-Dea-Beteiligung über den Erwartungen.
Für Anleger wird morgen ab 9:00 Uhr entscheidend sein, wie der Vorstand den Ausblick für das laufende Jahr 2026 formuliert und ob die Dividendenpolitik trotz der operativen Herausforderungen stabil bleibt. Erst diese Details werden zeigen, ob der aktuelle Umbau schnell genug Früchte trägt.
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