Minus 35 Prozent vom Hoch – doch die Auftragsbücher platzen aus allen Nähten. Während der Aktienkurs des Panzergetriebe-Spezialisten Renk zuletzt deutlich korrigierte, läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Eine Woche vor den Jahreszahlen stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Bietet die aktuelle Schwäche eine günstige Gelegenheit oder lauern in der Bilanz noch Risiken?

Bestätigte Prognosen beruhigen

Das Datum steht: Am 5. März 2026 legt Renk die vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Normalerweise sorgt eine solche Phase für Nervosität, doch CEO Alexander Sagel nahm dem Markt bereits Wind aus den Segeln. In einem „Pre-Close Call“ Anfang Februar bestätigte er die Guidance für Umsatz und bereinigtes EBIT.

Besonders der Auftragseingang steht im Fokus. Das Management signalisierte, dass man auf ein Allzeithoch zusteuere. Alle drei Geschäftssegmente – von der Fahrzeugmobilität bis zu den Gleitlagern – verzeichneten 2025 Wachstum. Diese Vorab-Informationen deuten darauf hin, dass die operative Entwicklung intakt ist, auch wenn der Aktienkurs eine andere Sprache spricht.

US-Geschäft als Wachstumsmotor

Treibende Kraft hinter der Zuversicht ist vor allem die Expansion in den Vereinigten Staaten. Renk America meldete erst am 19. Februar neue Ersatzteil- und Supportverträge im Volumen von über 50 Millionen US-Dollar. Diese Aufträge flankieren einen massiven Erfolg aus dem November 2025, als ein Rekord-Auftragseingang von 500 Millionen US-Dollar verbucht wurde.

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Das Unternehmen untermauert diese Erfolge mit Kapital: Gemeinsam mit der Gouverneurin von Michigan wurden umfangreiche Investitionen in den US-Standort angekündigt. Parallel dazu fließt Geld in die heimische Produktion. Die „Made for Germany“-Initiative sieht bis 2028 Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro vor. Renk bereitet sich offensichtlich auf eine langfristig hohe Nachfrage vor, gestützt durch den genehmigten deutschen Verteidigungshaushalt von rund 108 Milliarden Euro für 2026.

Analysten sehen Luft nach oben

Die Diskrepanz zwischen Kursverlauf und operativer Lage ruft Analysten auf den Plan. Während die Aktie gestern bei 57,90 Euro schloss und damit weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 88,73 Euro notiert, hoben mehrere Experten im Februar ihre Ziele an. Warburg Research sieht den fairen Wert nun bei 63 Euro, JPMorgan bestätigt sogar ein Kursziel von 75 Euro.

Besonders die Bank of America zeigte sich optimistisch und verwies auf eine mögliche „scharfe Wiederbeschleunigung“ beim Auftragseingang. Der Marktkonsens liegt derzeit bei gut 72 Euro – das impliziert ein erhebliches Aufholpotenzial, sollte Renk am 5. März die Erwartungen erfüllen.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 59 bleibt die Bewertung ambitioniert, spiegelt aber die hohen Wachstumserwartungen wider. Sollten die Zahlen am kommenden Mittwoch die bestätigte Guidance untermauern und der Ausblick auf 2026 überzeugen, dürfte der Boden bei der aktuellen Konsolidierung gefunden sein.

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