Daimler Truck Aktie: Doppelschlag
Während die Konkurrenz sich zwischen Diesel und Elektro entscheiden muss, fährt Daimler Truck beide Spuren parallel – und das mit Vollgas. Innerhalb von zwei Tagen präsentiert der Nutzfahrzeughersteller eine komplett neue Schwerlast-Motorengeneration für den US-Markt und liefert gleichzeitig 13 E-Lkw nach Österreich aus. Die Botschaft ist klar: Wer im Transportgeschäft mitspielen will, braucht beides.
Neue Diesel-Generation für Amerika
Am 23. Februar stellte Daimler Truck die sechste Generation seiner Detroit-Motoren vor. Die drei Varianten DD13, DD15 und DD16 decken ein Leistungsspektrum von 410 bis 605 PS ab. Das Drehmoment reicht von 1.450 bis 2.050 lb-ft – Werte, die im Schwerlastverkehr über Wirtschaftlichkeit entscheiden.
Technisch setzt Daimler auf ein neues Pre-SCR-System, das die Abgasnachbehandlung schneller auf Betriebstemperatur bringt. Damit erfüllen die Motoren die verschärften EPA-Standards für 2027. Der Produktionsstart der Modelle DD13 und DD15 ist für Januar 2027 geplant, der DD16 folgt ein Jahr später. Gefertigt werden die Aggregate im Werk Redford, Michigan, wo rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Die Detroit-Plattform produziert nach Unternehmensangaben 200.000 Motoren jährlich. Seit 2007 wurden insgesamt 1,2 Millionen Schwerlast-Motoren der DD-Serie verkauft.
Elektro-Ausbau in Europa
Parallel zur Diesel-Offensive läuft die Elektrifizierung. Ebenfalls am 23. Februar übergab Mercedes-Benz Trucks 13 vollelektrische eActros an das österreichische Entsorgungsunternehmen Brantner. Die Flotte umfasst drei eActros 600 und zehn eActros 300 der ersten Generation, die schwere Dieselfahrzeuge ersetzen.
Brantner hat die Fahrzeuge seit Jahresanfang in die tägliche Sammel- und Entsorgungslogistik integriert. Das Unternehmen betreibt eigene Ladeinfrastruktur, die mit erneuerbarer Energie gespeist wird.
Am Folgetag legte Daimler nach: Der eCitaro-Bus erhält die neue NMC4-Batterietechnologie und wird auf der Berliner Messe „mobility move 2026" vom 10. bis 12. März präsentiert. Zudem gingen 40 Mercedes-Benz Arocs Winterdienstfahrzeuge an den Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz.
Zahlen rücken näher
Am 12. März steht die Jahresbilanzkonferenz an. Die Gesamtabsatzzahlen für 2025 hat Daimler Truck bereits im Januar veröffentlicht: 422.510 Einheiten nach 460.409 im Vorjahr. Der Rückgang spiegelt das schwächere Marktumfeld wider. Die Frage ist nun, wie sich die Margen entwickelt haben und welchen Ausblick das Management für 2026 gibt.
Zusätzliche Spannung bringt ein Bloomberg-Bericht vom 12. Februar: Mercedes-Benz Group plant demnach, Teile ihrer rund 35-prozentigen Beteiligung an Daimler Truck zu veräußern. Der Gesamtwert der Beteiligung wurde auf etwa 12 Milliarden Euro beziffert. Details zur Bilanzkonferenz könnten hier für Klarheit sorgen.
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