Daimler Truck setzt in Nordamerika auf den nächsten Diesel-Zyklus – und das ausgerechnet kurz vor einem wichtigen Termin für Anleger. Mit der neuen „Detroit Gen 6“-Motorengeneration adressiert der Konzern die ab 2027 deutlich strengeren US-Emissionsvorgaben. Gleichzeitig rückt die Jahresbilanzkonferenz am 12. März näher – und damit die Frage, wie der Hersteller nach dem deutlichen Absatzrückgang 2025 in die Spur finden will.

Neue Detroit-Gen-6-Motoren: Fokus auf EPA 2027

Am 23. Februar präsentierte die Antriebsmarke Detroit (Daimler Truck North America) ihr Gen-6-Portfolio für schwere Dieselmotoren. Die Aggregate DD13, DD15 und DD16 sind laut Unternehmen vollständig konform mit den EPA-Emissionsregeln, die ab 2027 gelten. Der regulatorische Schritt ist groß: Die neuen Standards senken die Stickoxid-Grenzwerte (NOx) um mehr als 80% gegenüber den bisherigen Vorgaben.

Technisch bleibt Detroit bei der bekannten „Heavy-Duty Engine Platform“ (HDEP), die als Basis dient. Die Leistungsdaten reichen – je nach Motor – von 410 bis 605 PS. Beim Zeitplan wird es konkret: Die Produktion von DD13 und DD15 soll im Januar 2027 starten, der DD16 folgt im Januar 2028.

Werk Redford modernisiert – 285 Mio. US-Dollar Investitionen

Die Gen-6-Motoren sollen im Werk Redford (Michigan) gebaut werden. Dort wurde laut DTNA eine Modernisierung im Umfang von 285 Mio. US-Dollar umgesetzt, unterstützt durch Förderanreize aus Michigan. Die Botschaft dahinter ist klar: Daimler Truck stellt Fertigung und Produktportfolio frühzeitig auf die strengere Regulierung ein – ein relevanter Faktor in einem Markt, in dem Compliance zunehmend zum Verkaufsargument wird.

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Bilanztermin rückt näher – nach Absatzminus 2025

Am 12. März legt Daimler Truck auf der Annual Results Conference die Zahlen für 2025 vor. Der Termin hat zusätzliche Brisanz, weil der Konzern bereits im Januar gemeldet hatte, dass der Absatz 2025 um 8% auf 422.510 Fahrzeuge sank. Besonders Nordamerika stach negativ heraus: Dort ging der Absatz laut Reuters um 26% zurück.

An der Börse wirkt das Bild derzeit gemischt: Der Schlusskurs am Dienstag lag bei 42,57 Euro. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 13,31% zu Buche, gleichzeitig notiert der Kurs rund 4,10% unter dem 52‑Wochen-Hoch (44,39 Euro).

Zum 12. März wird damit vor allem entscheidend, wie das Management die Lage nach dem schwächeren Jahr 2025 einordnet – und welchen Rahmen es für 2026 setzt.

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