Covestro Aktie: Wirtschaftliche Einblicke
Nach der Übernahme durch die ADNOC-Tochter XRG zieht Covestro nun Konsequenzen: Der Leverkusener Kunststoffkonzern verlässt den Prime Standard und die Hauptaktionärin leitet das Squeeze-out-Verfahren ein. Für Minderheitsaktionäre läuft die Zeit ab.
Die wichtigsten Fakten:
- XRG hält 95,10 Prozent an Covestro und erfüllt damit die Voraussetzungen für einen Squeeze-out
- Wechsel vom Prime Standard in den General Standard beantragt
- Hauptversammlung am 15. April 2026 soll über Squeeze-out entscheiden
- Höhe der Barabfindung für Minderheitsaktionäre noch offen
Squeeze-out für April geplant
Am 9. Januar teilte XRG P.J.S.C. offiziell mit, dass die Hauptversammlung über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre beschließen soll. Gemeinsam mit ihrer Tochter ADNOC International Germany Holding AG verfügt XRG über rund 95,10 Prozent am Grundkapital – die gesetzliche Mindestquote von 95 Prozent ist damit erfüllt.
Die entscheidende Frage für die verbliebenen Aktionäre: Wie hoch fällt die Barabfindung aus? Diese steht laut Unternehmensangaben noch nicht fest und soll zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden. Das Squeeze-out wird erst nach dem zustimmenden Beschluss der Hauptversammlung und der Eintragung ins Handelsregister wirksam.
Rückzug aus dem Prime Standard
Parallel dazu beantragte der Vorstand am 22. Januar den Widerruf der Zulassung zum Prime Standard. Begründung: Reduzierung des Zusatzaufwands, der mit der Notierung im Transparenz-Segment verbunden ist. Die Entlastung durch geringere Berichtspflichten und niedrigere administrative Kosten liegt für die neue Hauptaktionärin auf der Hand.
Der Widerruf wird drei Monate nach Veröffentlichung der Entscheidung durch die Frankfurter Wertpapierbörse wirksam. Die Aktie bleibt damit zunächst im regulierten Markt (General Standard) handelbar – solange der Squeeze-out noch nicht vollzogen ist.
Konsequenzen für Anleger
Die Transaktion zwischen Covestro und XRG wurde bereits am 10. Dezember 2025 abgeschlossen. Die nun folgenden Schritte sind nach einer Übernahme üblich: Der Mehrheitsaktionär reduziert Kosten und vereinfacht die Struktur.
Für Minderheitsaktionäre steht die Hauptversammlung am 15. April 2026 im Kalender. Dort fällt die Entscheidung über den Squeeze-out. Die Höhe der Barabfindung dürfte in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden und ist für die Bewertung der verbliebenen Position entscheidend. Der Geschäftsbericht 2025 folgt bereits am 26. Februar.
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