Der Stahlkonzern steht kurz vor dem prestigeträchtigen Aufstieg in den ATX five. Allerdings dominiert am Markt derzeit Rot. Ein klassischer Kapitalmarktmechanismus rund um eine aufgestockte Wandelanleihe sorgt für spürbaren Gegenwind und überschattet die eigentlich soliden operativen Zahlen.

Mit dem jüngsten Kursrückgang auf 37,60 Euro – was einem Tagesverlust von 3,44 Prozent entspricht – notiert das Papier mittlerweile spürbar unter der viel beachteten 100-Tage-Linie. Verantwortlich für diesen Rücksetzer ist eine gezielte Kapitalmaßnahme: Das Unternehmen stockt seine bestehenden Wandelanleihen unter Ausschluss von Bezugsrechten um bis zu 35 Millionen Euro auf. Das Gesamtvolumen wächst damit auf potenziell 285 Millionen Euro. Da sich institutionelle Investoren bei solchen Platzierungen typischerweise über Leerverkäufe absichern, entsteht kurzfristig ein rein technischer Verkaufsdruck.

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Struktureller Kaufimpuls naht

Diesem Verkaufsdruck steht ab dem 23. März ein starker positiver Faktor gegenüber. Zu diesem Stichtag rückt der Titel in den ATX five auf, der die fünf höchstgewichteten Werte der Wiener Börse bündelt. Indexfonds sind durch diesen Schritt gezwungen, ihre Portfolios automatisch anzupassen und entsprechende Papiere zuzukaufen. Diese regelbasierte Nachfrage dürfte als stabilisierendes Gegengewicht wirken. Zudem stützt der langfristige Aufwärtstrend, da der Abstand zur 200-Tage-Linie weiterhin komfortabel ausfällt.

Operatives Geschäft liefert Rückhalt

Abseits der kurzfristigen Kurskapriolen präsentiert sich die fundamentale Basis robust. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres kletterte das operative Ergebnis (EBITDA) um 7,2 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Gleichzeitig reduzierte das Management die Nettoverschuldung deutlich auf 1,4 Milliarden Euro. Auch die langfristige Transformation durch das Greentec-Steel-Programm und die Errichtung wasserstoffbasierter Anlagen für insgesamt knapp 1,7 Milliarden Euro läuft planmäßig. Regulatorischer Rückenwind durch den EU-Grenzausgleichsmechanismus flankiert diese Investitionen zusätzlich.

Sobald die Platzierung der Wandelanleihe und die Indexaufnahme Ende März abgeschlossen sind, dürften die gegenläufigen Sondereffekte auslaufen. Im Anschluss rücken wieder die fundamentalen Daten und die Umsetzung des bestätigten Jahresausblicks von bis zu 1,55 Milliarden Euro EBITDA in den Fokus der Marktakteure.

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