Während der Squeeze-out-Prozess die Aktie in engen Bahnen hält, läuft das operative Geschäft auf vollen Touren weiter. Covestro hat den Wartungsvertrag mit dem Industriedienstleister Bilfinger vorzeitig um fünf Jahre verlängert – und gleichzeitig ein Innovationszentrum in Shanghai ausgebaut.

Instandhaltung als Stabilitätsanker

Die Zusammenarbeit mit Bilfinger besteht bereits seit 2014. Die nun verlängerte Rahmenvereinbarung sichert die Instandhaltung der elektrischen Infrastruktur an den deutschen Produktionsstandorten, mit Schwerpunkt auf den Chemparks Dormagen und Uerdingen. Dort betreibt Covestro unter anderem Anlagen zur Chlorproduktion, die als Grundlage für mehrere nachgelagerte Wertschöpfungsstufen dienen.

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Bilfinger übernimmt sowohl die präventive als auch die korrektive Wartung der Mess- und Regelungstechnik. Ungeplante Stillstände sollen so minimiert werden. Auch komplexe Revisionen während geplanter Abschaltungen sind Teil der Vereinbarung.

Shanghai: Wachstum trotz Delisting

Parallel dazu hat Covestro die Erweiterung seines Technical Competence Center für Spezialfolien in Shanghai abgeschlossen. Neue Anlagen für das sogenannte Film Insert Molding ermöglichen die Verarbeitung großflächigerer Polycarbonat-Folien – ein Verfahren, das vor allem in der Automobilindustrie und Robotik gefragt ist, etwa für Oberflächen mit integrierter Sensorik.

Die Investition fällt bewusst in eine Phase, in der der Delisting-Prozess in Europa läuft. Das Management setzt damit ein klares Signal: Die strategische Ausrichtung auf Spezialchemie und Kreislaufwirtschaft bleibt unter dem neuen Haupteigentümer ADNOC unverändert.

Was das für die Aktie bedeutet

Die Aktie notiert aktuell bei 60,28 Euro und damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 61,00 Euro. Operative Meldungen spielen für die Kursentwicklung kaum noch eine Rolle – der Kurs orientiert sich fast ausschließlich an der erwarteten Barabfindung im Rahmen des Squeeze-out-Verfahrens. Die Sicherung der Produktionsbasis in Deutschland und die Investitionen in Asien sind dennoch relevant: Sie schaffen die operative Grundlage für die Synergien, die ADNOC mit der Übernahme langfristig anstrebt.

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