Covestro Aktie: Squeeze-out eingeleitet
Für Covestro-Aktionäre beginnt das Endspiel. Der neue Mehrheitseigner XRG macht ernst und drängt die verbliebenen Minderheitsaktionäre aus dem Unternehmen. Mit der formellen Einleitung des Verfahrens ist das Ende der Börsennotierung besiegelt, doch um die finale Höhe der Abfindung dürfte noch gerungen werden.
- Schwelle überschritten: XRG hält 95,10 Prozent der Anteile.
- Verfahren: Squeeze-out gemäß § 327a AktG beantragt.
- Kursniveau: Aktie notiert am 52-Wochen-Hoch von 66,00 USD.
Zwangsausstieg beschlossene Sache
Der arabische Energiekonzern XRG (ehemals ADNOC) hat am 9. Januar 2026 die Karten auf den Tisch gelegt. Zusammen mit der Tochtergesellschaft ADNOC International Germany Holding AG kontrolliert der Großaktionär nun 95,10 Prozent des Grundkapitals. Damit ist die rechtliche Hürde von 95 Prozent überschritten, die einen aktienrechtlichen Squeeze-out ermöglicht.
Die Konsequenz für Kleinaktionäre ist eindeutig: Die Hauptversammlung soll die Übertragung der restlichen Aktien auf den Hauptaktionär beschließen. Ein Eigentumsverlust ist für die verbliebenen Investoren unvermeidbar, sie erhalten im Gegenzug eine Barabfindung. Die konkrete Höhe dieser Kompensation wurde noch nicht kommuniziert und muss durch ein Bewertungsgutachten festgelegt werden.
Markt spekuliert auf Aufschlag
Der Blick auf die Kursentwicklung zeigt, dass der Markt offenbar eine Bewertung oberhalb des ursprünglichen Übernahmeangebots von 62 Euro erwartet. Zum Handelsende am Freitag notierte die Aktie bei 66,00 USD und markierte damit exakt ihr 52-Wochen-Hoch.
Diese Kursstärke – mit einem Plus von über 17 Prozent auf Sicht von 12 Monaten – deutet darauf hin, dass Anleger im Rahmen des Bewertungsverfahrens auf eine Nachbesserung hoffen. Die technische Verfassung des Papiers bleibt mit einem RSI von 30,3 allerdings im überverkauften Bereich, was die Sondersituation des Titels unterstreicht.
Strategische Neuaufstellung läuft
Parallel zum Börsenabschied stellt XRG die Weichen für die Zukunft. Eine Kapitalerhöhung von 1,17 Milliarden Euro soll die Bilanz stärken und die "Sustainable Future"-Strategie beschleunigen. Auch personell gibt es Bewegung: Während CEO Dr. Markus Steilemann die operative Führung behält, scheidet Finanzvorstand Christian Baier nach Vertragsende aus.
Der Squeeze-out wird rechtswirksam, sobald der Beschluss der Hauptversammlung ins Handelsregister eingetragen ist. Für Anleger ist nun das kommende Bewertungsgutachten entscheidend, das die Höhe der finalen Barabfindung definieren wird. Bis zur Eintragung bleibt die Aktie handelbar, danach verschwindet der Name Covestro vom Kurszettel.
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