Covestro Aktie: Chef geht 2028
Markus Steilemann verlässt Covestro. Der Vorstandsvorsitzende hat heute mitgeteilt, dass er seinen Vertrag nicht über den 31. Mai 2028 hinaus verlängern wird. Damit endet eine Ära bei dem Leverkusener Spezialchemie-Konzern – Steilemann führt das Unternehmen seit 2018 und war bereits seit 2015 im Vorstand aktiv.
Die Ankündigung kommt nur wenige Monate nach der Übernahme durch Adnoc, den staatlichen Ölkonzern aus Abu Dhabi. Der Deal wurde Ende 2025 abgeschlossen. Steilemann hatte die Transaktion maßgeblich eingefädelt und sich stets positiv über die finanzstarken neuen Eigentümer geäußert. Eine Firmensprecherin betont allerdings, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Chefwechsel und den arabischen Investoren.
Geordneter Übergang geplant
Der Aufsichtsrat will rechtzeitig einen Nachfolgeprozess einleiten. Steilemann selbst hat zugesichert, einen reibungslosen Übergang seiner Aufgaben sicherzustellen. Mit mehr als zwei Jahren Vorlaufzeit bleibt ausreichend Zeit für die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin.
Steilemann ist nicht nur Chef von Covestro, sondern auch Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI). Als oberster Lobbyist der Branche vertritt der 55-Jährige die Interessen einer der wichtigsten deutschen Industriesparten. Ob er diese Funktion nach seinem Abschied bei Covestro weiterführen wird, ist offen.
Schwieriges Marktumfeld
Covestro kämpft derzeit mit erheblichen Herausforderungen. Der Konzern, der Chemikalien für Hartschäume in Kühlgeräten und Weichschäume in Autositzen herstellt, leidet unter schwacher Konjunktur, hohen Energiepreisen und den Belastungen durch US-Zölle. Im dritten Quartal 2025 brach der Umsatz um 12 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro ein. Unter dem Strich stand ein Verlust von 47 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2024 hatte Covestro einen Umsatz von 14,2 Milliarden Euro ausgewiesen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 17.500 Mitarbeiter, davon rund 7.000 in Deutschland. Die frühere Kunststoffsparte von Bayer wurde 2015 eigenständig und ist heute an 46 Produktionsstandorten aktiv.
Ob Adnoc nach der Übernahme strategische Weichenstellungen plant, wird sich zeigen. Steilemann hat die Weichen für die Transaktion gestellt – sein Nachfolger wird das Unternehmen in die neue Phase unter arabischer Eigentümerschaft führen müssen.
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