Covestro steht vor einem doppelten Einschnitt: Schwache Zahlen für 2025 treffen auf eine neue Eigentümer-Realität. Mehrheitsaktionär XRG (vormals ADNOC) treibt den Rückzug von der Börse voran – und für Minderheitsaktionäre wird es enger. Was bedeutet der angestoßene Squeeze-out konkret für die verbliebenen Aktionäre?

Schwaches Jahr, keine Dividende

Der Chemiekonzern meldete für 2025 einen deutlichen Ergebnisrückgang. Umsatz und operatives Ergebnis (EBITDA) gingen spürbar zurück. Als Treiber nennt das Unternehmen niedrigere Verkaufspreise sowie negative Wechselkurseffekte. Unter dem Strich weitete sich der Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr aus.

Die Konsequenz ist klar: Für das Geschäftsjahr 2025 will Covestro keine Dividende zahlen. Als Ursachen für die schwache Entwicklung verweist der Konzern zudem auf eine anhaltend schwache Nachfrage und intensiven Wettbewerbsdruck.

XRG setzt den Fahrplan: Squeeze-out und Segmentwechsel

Die Veröffentlichung der Zahlen fällt in eine Phase des Umbaus nach dem Mehrheitswechsel. XRG hält die Kontrolle – und bereitet die nächsten Schritte vor.

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Bereits im Januar 2026 leitete Covestro das Verfahren für einen Squeeze-out ein. Ziel ist es, die Aktien der verbleibenden Minderheitsaktionäre zu übernehmen. Parallel dazu wurde der Wechsel vom Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Ein solcher Schritt gilt häufig als Vorstufe zu einem vollständigen Delisting.

Am Markt wirkt das Papier derweil auffallend „eingeklemmt“: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 60,72 Euro und damit nur rund 0,5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 61,00 Euro. Gleichzeitig signalisiert der RSI von 30,3 eine eher schwache kurzfristige Dynamik.

Chefwechsel angekündigt

Auch an der Spitze zeichnet sich ein Schnitt ab. Vorstandschef Dr. Markus Steilemann wird seinen bis Mai 2028 laufenden Vertrag nicht verlängern. Der Aufsichtsrat will einen geordneten Nachfolgeprozess starten, um den Übergang reibungslos zu gestalten.

Unterm Strich verdichten sich die Signale: Operativ bleibt das Umfeld schwierig, strategisch wird das Unternehmen auf den Kurs des Mehrheitsaktionärs ausgerichtet. Nachdem der Squeeze-out bereits im Januar angestoßen wurde und der Segmentwechsel beantragt ist, rückt ein kompletter Börsenrückzug zeitlich deutlich näher.

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