Covestro Aktie: Missstände offenbart!
Das Kapitel Covestro an der Börse schlägt die letzten Seiten auf. Der neue Mehrheitseigner XRG P.J.S.C. hat nun offiziell das Verfahren eingeleitet, um die verbliebenen Kleinaktionäre aus dem Unternehmen zu drängen. Für Investoren stellt sich in dieser Endphase vor allem eine Frage: Wie hoch fällt die finale Barabfindung aus?
Die wichtigsten Fakten zur Lage:
* Mehrheit gesichert: XRG und ADNOC halten gemeinsam 95,10 % des Grundkapitals.
* Verfahren: Der rechtliche Prozess zum Zwangsausschluss (Squeeze-out) läuft seit dem 9. Januar 2026.
* Folge: Die Börsennotierung des Leverkusener Konzerns steht vor dem Ende.
Zwangsausschluss ist beschlossene Sache
Mit dem Überschreiten der Schwelle von 95 % ist der Weg rechtlich frei. Gemäß § 327a AktG hat der Hauptaktionär das Verlangen gestellt, die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen eine angemessene Barabfindung zu übernehmen. Ein Beschluss der Hauptversammlung ist der nächste notwendige Schritt.
Die strategische Partnerschaft wurde bereits im Dezember 2025 vollzogen, nachdem alle regulatorischen Genehmigungen vorlagen. Der Streubesitz ist mittlerweile auf magere 4,9 % geschrumpft. Parallel dazu wird die Führungsebene neu geordnet: Dr. Rainer Seele leitet seit Ende Dezember den Aufsichtsrat, während CFO Christian Baier das Unternehmen verlässt.
Kurs reagiert auf Realitäten
Am Markt hat sich die Euphorie der Übernahmephase gelegt. Die Aktie notiert aktuell bei 60,86 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 66,00 Euro, das noch an Heiligabend 2025 markiert wurde. Auf Wochensicht gab das Papier um 7,79 % nach.
Dieser Rücksetzer spiegelt die Erwartungshaltung an die Abfindung wider. Der Kurs pendelt sich nun in einem engen Korridor ein, der sich an der erwarteten Bewertung orientiert. Marktteilnehmer warten nun auf das konkrete Bewertungsgutachten, das die Höhe der Kompensation festlegen wird.
Blick auf das operative Geschäft
Ungeachtet der eigentumsrechtlichen Umwälzungen läuft der Betrieb weiter. Covestro präsentierte sich zuletzt auf der CES 2026 mit neuen Materiallösungen. Die fundamentalen Daten aus dem Jahr 2024 zeigen einen Umsatz von 14,2 Milliarden Euro bei einer Belegschaft von rund 17.500 Mitarbeitern. Diese Substanz bildet die Basis für die kommende Unternehmensbewertung im Rahmen des Squeeze-out.
Die Übertragung der Anteile wird wirksam, sobald der Beschluss der Hauptversammlung in das Handelsregister eingetragen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Aktie handelbar, wenngleich mit sinkender Liquidität. Aktionäre, die ihre Anteile bis zum Schluss halten, erhalten die festgesetzte Barabfindung automatisch eingebucht, haben jedoch anschließend die Möglichkeit, die Angemessenheit der Summe in einem Spruchverfahren gerichtlich prüfen zu lassen.
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