Covestro Aktie: Gegen den Trend
Während Wettbewerber im Chemiesektor Kapazitäten abbauen und unter hohen Kosten leiden, setzt Covestro operative Ausrufezeichen. Der Werkstoffhersteller meldet eine strategisch wichtige Partnerschaft im Automobilsektor und trotzt damit der allgemeinen Krisenstimmung der Branche. Dennoch spiegelt der Aktienkurs die Unsicherheit wider und testet wichtige charttechnische Marken.
- Partnerschaft: Zusammenarbeit mit Thieme für Fahrzeugsicherheit bestätigt.
- Sektorkrise: Konkurrenten wie INEOS schließen Anlagen, Covestro baut Position aus.
- Kursentwicklung: Aktie verliert auf Wochensicht 8,30 % und nähert sich einer Unterstützungszone.
Technologischer Vorsprung im Automobilbau
In einem schwierigen Umfeld für die europäische Chemieindustrie punktet Covestro mit Produktinnovationen. Das Unternehmen bestätigte am Freitag eine Kooperation mit dem Formteil-Spezialisten Thieme. Im Zentrum steht der Hochleistungsschaumstoff "Baysafe EA", der künftig für die passive Fahrzeugsicherheit – etwa beim Aufprallschutz – eingesetzt wird.
Diese Meldung ist für Anleger deshalb relevant, weil sie beweist, dass Covestros spezialisiertes Portfolio auch in Krisenzeiten gefragt bleibt. Das Material funktioniert in einem Temperaturbereich von -30 °C bis 80 °C und unterstützt den Leichtbau, ein entscheidendes Kriterium für die Reichweite von Elektrofahrzeugen.
Kontrast zur Konkurrenz
Die operative Stabilität der Leverkusener hebt sich deutlich von der aktuellen Nachrichtenlage der Wettbewerber ab. Während Covestro neue Aufträge sichert, kündigte der Konkurrent INEOS kürzlich die Schließung zweier Betriebe am Standort Rheinberg an, was den Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge hat. Auch bei SABIC stehen Berichten zufolge Produktionskürzungen im Raum.
Covestro scheint die Transformation weg von der reinen Basischemie hin zu spezialisierten technischen Kunststoffen effektiver zu bewältigen. Marktprognosen stützen diesen Kurs: Aktuelle Berichte von QY Research sehen den Markt für "Engineering Plastics" bis 2032 auf knapp 180 Milliarden USD wachsen.
Charttechnik: Wichtige Unterstützung im Fokus
Trotz der operativen Fortschritte kann sich die Aktie dem negativen Branchensentiment nicht vollständig entziehen. Mit einem Schlusskurs von 60,52 Euro am Freitag summieren sich die Verluste der letzten sieben Tage auf 8,30 %. Der RSI (Relative Strength Index) von 30,3 signalisiert mittlerweile eine stark überverkaufte Situation, was kurzfristig eine Gegenbewegung begünstigen könnte.
Technisch wird die Situation jetzt spannend: Der Kurs notiert nur noch knapp über dem 100-Tage-Durchschnitt von 60,08 Euro. Sollte diese Marke nicht halten, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 59,98 Euro als letzte Bastion vor einem möglichen weiteren Abverkauf in den Blickpunkt.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist nun, ob der Konzern die technologische Marktführerschaft in stabile Margen ummünzen kann. Gelingt es den Bullen, die Unterstützungslinie um 60 Euro zu verteidigen, könnte die operative Stärke im Vergleich zur Konkurrenz mittelfristig wieder in den Vordergrund rücken.
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