Hensoldt Aktie: Bewertungsmetriken beleuchtet
Hensoldt schwimmt in Aufträgen wie selten zuvor – und trotzdem ist genau das aktuell das Problem. Denn die Nachfrage wächst schneller als die Fertigung. Gleichzeitig erhöht BlackRock seinen Anteil leicht. Kann das Rekord-Orderbuch schon 2026 spürbar in mehr Umsatz übersetzt werden?
Rekordaufträge – aber Guidance enttäuscht
2025 meldete Hensoldt den höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte: 4,71 Mrd. Euro, ein Plus von 62% zum Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte um 33% auf 8,83 Mrd. Euro – mehr als das Dreifache des Jahresumsatzes. Als Treiber nannte das Unternehmen unter anderem Aufträge für Luftverteidigungsradare, das Eurofighter-Programm und die P8-Poseidon.
Operativ lieferte Hensoldt ebenfalls ab: Der Umsatz stieg 2025 um 9,6% auf 2,455 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte 452 Mio. Euro, die Marge lag mit 18,4% über der Zielmarke von mindestens 18%. Auch der bereinigte Free Cashflow verbesserte sich auf 347 Mio. Euro – unterstützt durch operative Entwicklung und Vorauszahlungen.
Der Haken liegt im Ausblick: Für 2026 stellt das Management Erlöse von rund 2,75 Mrd. Euro in Aussicht, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,5 bis 19%. Laut Quelltext liegt der Mittelpunkt dieser Guidance etwa 2% unter dem Konsens der Marktanalysten. Die Kernaussage dahinter: Kapazitätsengpässe begrenzen, wie schnell Hensoldt die hohe Nachfrage tatsächlich bedienen kann.
BlackRock baut Position aus – Kurs bleibt unter Druck
Am 3. März meldete Hensoldt eine aktualisierte Stimmrechtsmitteilung: BlackRock hält nun 5,06% der Stimmrechte (2,96% über Aktien und 2,09% über Finanzinstrumente). Zuvor lag die gemeldete Beteiligung bei 5,01%.
Am Markt passt das zu einem Bild, das zuletzt eher von Zurückhaltung geprägt war. Der Schlusskurs am Dienstag lag bei 77,55 Euro. Damit notiert die Aktie unter wichtigen Durchschnitten (50 Tage: 83,19 Euro; 200 Tage: 88,30 Euro) – ein Hinweis, dass die Kapazitätsdebatte kurzfristig stärker wiegt als das prall gefüllte Orderbuch.
Ausbau, Kontinuität – und Termine im Blick
Um die Engpässe zu adressieren, plant Hensoldt 2026 rund 1.600 neue Stellen. Das entspräche einem Zuwachs von nahezu 18% gegenüber einer Belegschaft von rund 9.000.
Zusätzlich setzt das Unternehmen auf Kontinuität an der Spitze: Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag von CEO Oliver Dörre vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2031. Parallel stützt das geopolitische Umfeld die Nachfrage: Die genannten Bedrohungsszenarien (ballistische Raketen, Marschflugkörper, Drohnenschwärme) rücken genau jene Technologien in den Fokus, für die Hensoldt Systeme liefert – etwa Radar-Komponenten im Kontext von Luftverteidigung.
Bei der Dividende bleibt der Schritt überschaubar: Vorgeschlagen sind 0,55 Euro je Aktie (nach 0,50 Euro). Ex-Tag ist der 25. Mai 2026, Auszahlung am 27. Mai 2026. Konkrete nächste Wegmarken: Der geprüfte Konzernabschluss soll am 26. März 2026 kommen, die Q1-Zahlen voraussichtlich am 6. Mai 2026 – dort wird sich zeigen, ob der Kapazitätsausbau bereits in messbar mehr Auslieferungen und Umsatztempo mündet.
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