Die Übernahme durch die ADNOC-Tochter XRG biegt auf die Zielgerade ein. Operative Trends oder der Zyklus der Chemiebranche spielen für die Kursentwicklung keine Rolle mehr. Stattdessen bestimmt ein einziges Thema das Geschehen: Die Höhe der Barabfindung für die verbliebenen Kleinaktionäre im anstehenden Squeeze-Out-Verfahren.

  • Aktueller Kurs: 60,70 €
  • Volatilität (30 Tage): 5,95 % (extrem niedrig)
  • Status: Über 95 % der Anteile bei XRG
  • Nächster Termin: 26. Februar 2026 (Geschäftsbericht)

Warten auf die Bewertung

Da XRG mittlerweile mehr als 95 Prozent der Anteile hält, ist der rechtliche Weg für den Squeeze-Out – den zwangsweisen Ausschluss der Minderheitsaktionäre gegen Abfindung – frei. Das Interesse der verbliebenen Investoren konzentriert sich nun ausschließlich auf die Bewertungsdetails. Diese werden üblicherweise durch Gutachten ermittelt und legen die finale Barabfindung fest.

Die Aktie hat sich folgerichtig von den Schwankungen des Gesamtmarktes abgekoppelt. Während Konkurrenten wie BASF oder Lanxess weiterhin auf Konjunkturdaten und Energiepreise reagieren, verharrt die Covestro-Aktie stabil. Mit einer annualisierten Volatilität von nur 5,95 Prozent und einem Kurs von 60,70 Euro gleicht das Papier eher einer festverzinslichen Anlage als einer zyklischen Chemie-Aktie. Es handelt sich um ein reines Arbitrage-Szenario.

Der Fahrplan zum Delisting

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Ein wichtiger formaler Schritt ist der geplante Wechsel vom Prime Standard in den General Standard. Die Frankfurter Wertpapierbörse hat festgelegt, dass dieser Widerruf erst mit Ablauf des 5. Mai 2026 wirksam wird. Bis zu diesem Stichtag unterliegt Covestro weiterhin den hohen Transparenzpflichten des Prime Standard.

Für Anleger ist dieser Zeitplan relevant, da er den Takt für die endgültige Einstellung der Börsennotierung vorgibt. Der Fokus liegt nun auf der Einladung zur kommenden Hauptversammlung. Hier soll der Squeeze-Out beschlussmäßig vollzogen werden. Sobald dieser Beschluss ins Handelsregister eingetragen ist, endet die Börsennotierung effektiv.

Am 26. Februar 2026 veröffentlicht der Konzern seinen Geschäftsbericht für 2025. Dies dürfte einer der letzten umfassenden Einblicke in die Bücher sein, bevor auf der Hauptversammlung im Mai voraussichtlich die finalen gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen zur Abwicklung besiegelt werden.

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