Die Europäische Kommission hat im November 2025 grünes Licht für die Übernahme von Covestro durch den staatlichen Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi gegeben – allerdings nicht bedingungslos. Die Brüsseler Behörde knüpfte ihre Zustimmung an konkrete Auflagen, nachdem sie mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Unterstützung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geprüft hatte.

Staatliche Garantie vom Tisch

Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, ob ADNOC durch finanzielle Hilfen aus den VAE unfaire Vorteile erlangt haben könnte. Die Kommission sah insbesondere eine unbegrenzte Staatsgarantie sowie eine zugesagte Kapitalerhöhung kritisch. Solche Subventionen hätten es dem Staatskonzern ermöglichen können, ein Übernahmeangebot zu Konditionen abzugeben, die ein privatwirtschaftlicher Wettbewerber nicht hätte stemmen können.

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Um die Bedenken auszuräumen, verzichtete ADNOC auf die unbegrenzte staatliche Garantie. Zusätzlich verpflichtete sich das Unternehmen, Wettbewerbern fairen Zugang zu bestimmten Nachhaltigkeitspatenten von Covestro zu gewähren. Erst nach diesen Zugeständnissen erteilte Brüssel die Freigabe nach der EU-Verordnung über drittstaatliche Subventionen.

Vom Prime Standard in den General Standard

Die Übernahmeabsicht war bereits im Oktober 2024 bekannt geworden. Seitdem durchlief die Transaktion – eine der größten Akquisitionen eines EU-Unternehmens durch einen Staatskonzern aus der Golfregion – verschiedene Genehmigungsverfahren. Parallel hatte die ADNOC-Tochter XRG P.J.S.C. ein Squeeze-Out-Verfahren zur Übertragung der Anteile der Minderheitsaktionäre eingeleitet.

Am 22. Januar 2026 beantragte der Vorstand von Covestro den Wechsel vom Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Der Schritt zielt darauf ab, den administrativen Aufwand zu reduzieren, der mit der bisherigen Börsensegment-Zugehörigkeit verbunden war.

Nach der EU-Genehmigung im November rückt der Abschluss der Übernahme näher. Die Aktie notiert aktuell bei 60,70 Euro und liegt damit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 61,00 Euro.

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