Nach der Übernahme durch XRG zeigt sich bei Covestro die neue Strategie: Der Leverkusener Chemiekonzern hat mit Fertiglobe und TA'ZIZ eine Absichtserklärung zur Ammoniak-Versorgung unterzeichnet. Die Partnerschaft soll Produktionsstandorte in China, den USA und Europa beliefern – und nutzt erstmals die internationale Plattform der neuen Eigentümer.

Die wichtigsten Fakten:
- MoU mit Fertiglobe und TA'ZIZ für Ammoniak-Lieferungen unterzeichnet
- Fokus auf kohlenstoffarmes und grünes Ammoniak aus erneuerbaren Quellen
- Wechsel vom Prime Standard in den General Standard zum 5. Mai 2026
- XRG hält über 95 Prozent der Aktien, Squeeze-out läuft

Kohlenstoffarmer Rohstoff für Polyurethan-Produktion

Die am 6. Februar unterzeichnete Vereinbarung sieht sowohl kurzfristige Lieferungen als auch langfristige Verträge vor. Fertiglobe, weltgrößter Seeexporteur von Ammoniak, soll den Rohstoff aus Anlagen mit CO₂-Abscheidung sowie aus grüner Produktion bereitstellen. Ammoniak ist für Covestro zentral: Der Stoff wird für die Herstellung von MDI und TDI benötigt – Grundbausteine für Polyurethan-Schäume.

Die Kooperation ist das erste konkrete Ergebnis der im Dezember 2025 abgeschlossenen Übernahme. Beide Unternehmen operieren nun unter dem Dach der XRG-Chemieplattform.

Börsenrückzug aus dem Prime Standard

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Parallel vollzieht Covestro den geplanten Segmentwechsel. Die Frankfurter Wertpapierbörse genehmigte am 5. Februar den Widerruf der Prime-Standard-Zulassung. Ab dem 5. Mai 2026 wird die Aktie nur noch im General Standard gelistet sein. Covestro begründet den Schritt mit der Reduktion zusätzlicher Kosten. Der Handel bleibt uneingeschränkt möglich, die Notierung im regulierten Markt besteht fort.

Squeeze-out-Verfahren eingeleitet

XRG hält mittlerweile über 95 Prozent der Covestro-Anteile. Am 9. Januar leitete der neue Mehrheitseigner das Verfahren zur Übertragung der verbleibenden Aktien ein. Rund 4,9 Prozent befinden sich noch im Streubesitz.

Operativ treibt Covestro die Expansion voran: Ende Januar wurde die TDI-Kapazität in China um 20 Prozent erweitert, zudem nahm ein neuer TPU-Standort in Zhuhai mit geplanten 30.000 Tonnen Jahreskapazität den Betrieb auf. Die Aktie notiert aktuell bei 61,02 Euro und bewegt sich damit leicht über dem 200-Tage-Durchschnitt von 59,89 Euro.

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