Coinbase Aktie: Verwässerte Strategien?
Die Coinbase-Aktie steht vor einem entscheidenden Handelstag. Heute nach Börsenschluss legt die Kryptobörse ihre Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Eine juristische Niederlage in Nevada, Kurszielsenkungen gleich mehrerer Analysten und schwache Zahlen beim Wettbewerber Robinhood haben die Aktie zuletzt belastet.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Quartalszahlen werden heute nach Handelsschluss veröffentlicht
- Gericht in Nevada lehnte Antrag auf einstweilige Verfügung ab
- JPMorgan senkt Kursziel von 399 auf 290 Dollar
- Analysten rechnen mit rückläufigen Umsätzen auf rund 1,84 Milliarden Dollar
Juristische Schlappe in Nevada
Am Montag wies ein Bundesgericht in Nevada den Antrag von Coinbase auf eine einstweilige Verfügung gegen staatliche Regulierungsbehörden ab. Das Unternehmen hatte versucht, Vollstreckungsmaßnahmen gegen sein Produkt „Event Contracts" zu blockieren.
Coinbase argumentiert, diese Vorhersagemarkt-Kontrakte seien bundesrechtlich regulierte Derivate unter Aufsicht der CFTC. Die zuständige Richterin Cristina Silva lehnte den Eilantrag jedoch ab und verwies auf die sogenannte Younger-Doktrin, die Bundesgerichte daran hindert, in laufende Staatsverfahren einzugreifen.
Die Entscheidung zwingt Coinbase nun, sich dem Verfahren vor staatlichen Gerichten zu stellen. Dort werfen die Regulierungsbehörden dem Unternehmen vor, mit den Event Contracts illegales Glücksspiel ohne Lizenz anzubieten. Die rechtliche Unsicherheit kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – gerade während Coinbase versucht, seine Einnahmequellen über den reinen Spot-Handel hinaus zu diversifizieren.
Analysten werden skeptischer
Vor der Zahlenvorlage hat sich die Stimmung an der Wall Street merklich eingetrübt. JPMorgan-Analyst Ken Worthington kappte sein Kursziel kürzlich von 399 auf 290 Dollar. Bei einer neutralen Einschätzung verweist er auf fallende Krypto-Preise und schrumpfende Handelsvolumina.
H.C. Wainwright reduzierte sein Ziel gestern ebenfalls – von 425 auf 350 Dollar. Trotz einer Kaufempfehlung sieht die Investmentbank Gegenwind durch nicht realisierte Verluste im Anlageportfolio und ein schwieriges Umfeld für Transaktionserlöse.
Zusätzlich belastete Anfang der Woche der enttäuschende Quartalsbericht des Konkurrenten Robinhood, der dessen Aktie einbrechen ließ und Coinbase im Sog nach unten zog.
Was die Zahlen zeigen dürften
Die Analysten erwarten für das vierte Quartal Gegenwind. Der Konsens liegt bei einem Umsatz von etwa 1,84 Milliarden Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber den Wachstumsraten früherer Zyklen. Die nachlassende Volatilität bei Bitcoin und Altcoins im Schlussquartal 2025 dürfte die Transaktionsgebühren – Coinbases Haupteinnahmequelle – belastet haben.
Marktbeobachter registrierten zudem, dass CFO Alesia Haas am 6. Februar Aktien im Wert von rund 56,5 Millionen Dollar über einen vorab festgelegten Handelsplan verkaufte. Der Schritt hat die ohnehin vorsichtige Stimmung weiter gedämpft.
Entscheidende Stunden für die Aktie
Die Coinbase-Aktie notiert deutlich unter ihren Höchstständen von 2025. Für das Unternehmen wird es darauf ankommen, ob es Wachstum bei den Abo-Diensten wie Coinbase One und den Stablecoin-Erlösen vorweisen kann. Diese Bereiche müssen den zyklischen Rückgang im Handelsgeschäft auffangen. Die Quartalszahlen heute Abend werden zeigen, ob dieser Balanceakt gelingt.
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