Deutsche Telekom Aktie: Tochter überrascht
Die Deutsche Telekom-Aktie legte am Mittwoch deutlich zu und kletterte zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang September. Verantwortlich dafür: Die US-Tochter T-Mobile US präsentierte ihre Quartalszahlen – und die sorgten zunächst für Verwirrung an den Märkten.
Berg- und Talfahrt nach Zahlenvorlage
Wilde Kursausschläge prägten den Handelstag bei T-Mobile US. Nach der vorbörslichen Zahlenvorlage sackte die Aktie zunächst um fast sechs Prozent ab, drehte dann aber rasant ins Plus und stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Am Ende stand ein Plus von 2,3 Prozent auf 204,06 Dollar zu Buche.
Die Deutsche Telekom-Aktie wurde auf eine ähnliche Berg- und Talfahrt geschickt. Sie schloss im etwas schwächeren DAX mit plus 0,6 Prozent auf 30,37 Euro. Die Zahlen der US-Tochter zeigten sich gemischt: Im vierten Quartal konnte T-Mobile 962.000 neue Postpaid-Telefonkunden gewinnen – weniger als vom Markt erwartet. Auch die Gewinnschätzungen wurden verfehlt.
Prognosen entscheiden über Kursverlauf
Doch warum die Erholung? Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel sprach zwar von einem "leicht negativen Gesamteindruck", verwies aber auf die Jahresprognosen als entscheidenden Faktor. Während die Prognose für den freien Barmittelzufluss (FCF) unter den Erwartungen liegt, übertraf die Ebitda-Prognose in der Mitte der Spanne die Schätzungen leicht.
T-Mobile hob zudem seinen mehrjährigen Ausblick deutlich an. Für 2026 rechnet der Konzern mit Serviceerlösen von rund 77,0 Milliarden Dollar und einem Core Adjusted Ebitda zwischen 37,0 und 37,5 Milliarden Dollar. Für 2027 werden Serviceerlöse von 80,5 bis 81,5 Milliarden Dollar sowie ein Ebitda von 40,0 bis 41,0 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Der adjustierte Free Cashflow soll 2026 zwischen 18,0 und 18,7 Milliarden Dollar liegen und 2027 auf 19,5 bis 20,5 Milliarden Dollar steigen.
JPMorgan-Analyst Sebastiano Petti zeigte sich trotz des gemischten Zahlenwerks zuversichtlich. Er stuft T-Mobile US weiterhin als "Top Pick" ein und betonte das branchenführende Wachstum bei Ebitda und Free Cashflow je Aktie. Besonders hob er die langfristigen Chancen für Marktanteilsgewinne im Postpaid-Geschäft sowie die robusten mehrjährigen Kapitalausschüttungsprogramme hervor.
Die Deutsche Telekom profitiert als Mutterkonzern direkt von der positiven Entwicklung ihrer US-Tochter. Mit dem angehobenen mehrjährigen Ausblick und den ambitionierten Zielen bis 2027 dürfte T-Mobile US weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber für die Bonner bleiben.
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