Die Nervosität ist greifbar. Nach einem schmerzhaften Kursrutsch von rund 31 Prozent im letzten Monat steht Coinbase vor der wohl wichtigsten Woche des Jahres. Am Donnerstag öffnet die Krypto-Börse ihre Bücher – und Analysten rechnen bereits mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Anleger fragen sich: Ist das Schlimmste bereits im Kurs eingepreist?

Erholung auf wackeligen Beinen

Zwar konnte sich das Papier gestern leicht auf 167,25 US-Dollar erholen, doch das Gesamtbild bleibt trüb. Der breite Markt für digitale Assets hat seit Ende Januar massiv an Wert verloren, was direkt auf das Geschäftsmodell von Coinbase durchschlägt. Besonders der Bitcoin-Preis, der auf den tiefsten Stand seit der Wahl 2024 fiel, belastet die Stimmung und drückt auf die Transaktionserlöse.

Harte Zahlen erwartet

Die Erwartungen an der Wall Street sind gedämpft. Der Analystenkonsens rechnet für das vierte Quartal mit einem Gewinn von nur noch 1,15 US-Dollar pro Aktie – ein Einbruch von rund 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch beim Umsatz wird ein Rückgang von fast 19 Prozent auf 1,85 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

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Verantwortlich für diese Entwicklung ist primär das Kerngeschäft:
* Transaktionserlöse: Ein erwarteter Rückgang um knapp 34 Prozent auf 1,03 Milliarden US-Dollar.
* Handelsvolumen: Schätzungen gehen von nur noch 279 Milliarden US-Dollar aus, verglichen mit 439 Milliarden im Vorjahresquartal.

Strategiewechsel zeigt Wirkung

Doch es gibt einen Lichtblick in der Bilanz. Die Strategie des Managements, sich unabhängiger vom reinen Handel zu machen, federt den Absturz ab. Die Erlöse aus Abonnements und Dienstleistungen dürften um fast 18 Prozent auf rund 755 Millionen US-Dollar steigen. Besonders die Einnahmen aus Stablecoins entwickeln sich dynamisch und könnten laut Schätzungen sogar um über 60 Prozent zulegen. Diese wiederkehrenden Einnahmen bieten dem Unternehmen in volatilen Marktphasen eine wichtige Stütze.

Experten kappen Kursziele

Die Investmentbanken reagieren bereits auf das schwierige Umfeld. Sowohl BTIG als auch die Citigroup haben ihre Kursziele zuletzt deutlich nach unten korrigiert. BTIG senkte das Ziel auf 340 US-Dollar, die Citigroup auf 400 US-Dollar. Als Gründe führen die Analysten neben den schwachen Handelsvolumina auch die anhaltende regulatorische Unsicherheit an. Wichtige Gesetzesvorhaben zur Marktstruktur im US-Senat werden sich voraussichtlich bis weit ins Jahr 2026 ziehen.

Die Gewissheit für Anleger folgt am Donnerstag, den 12. Februar, nach Börsenschluss. Angesichts der bereits deutlich gesenkten Erwartungen liegt die Messlatte tief – eine positive Überraschung bei den Abo-Zahlen oder ein stabiler Ausblick könnten dem angeschlagenen Kurs kurzfristig Luft verschaffen.

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