Die Stuttgarter haben heute Zahlen vorgelegt, die es in sich haben. Das bereinigte operative Ergebnis brach 2025 um satte 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro ein. Noch drastischer fiel das Konzernergebnis aus: Fast die Hälfte weniger – nur noch 5,3 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür sind gleich mehrere Baustellen: US-Zölle verschlangen allein eine Milliarde Euro, der schwache Dollar kostete in der Pkw-Sparte weitere 1,5 Milliarden. Und dann ist da noch China.

Der einstige Wachstumsmarkt entwickelt sich zum Albtraum. Die Absätze in China stürzten 2025 um 19 Prozent ab. Besonders bitter: Fast ein Drittel aller Mercedes-Fahrzeuge werden dort verkauft. Das Unternehmen verkaufte insgesamt 1,8 Millionen Pkw – neun Prozent weniger als 2024. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis sank von 71.000 auf 68.100 Euro je Auto.

Marge fällt auf magere 5 Prozent

In der wichtigsten Sparte mit dem Pkw-Bau sackte die bereinigte operative Marge um 3,1 Prozentpunkte auf nur noch 5,0 Prozent ab. Analysten hatten mit 4,8 Prozent noch etwas weniger erwartet – doch das ist ein schwacher Trost. Die Zielmarke für 2026? Gerade mal 3 bis 5 Prozent. Damit läge Mercedes im besten Fall auf Vorjahresniveau. Eine zweistellige Marge will CEO Ola Källenius erst 2027 wieder anpeilen. Analysten hatten für 2026 eigentlich 5,8 Prozent auf dem Zettel.

Das obere Ende der Margen-Zielspanne für 2026 liegt damit deutlich unter dem Konsens. Bernstein-Analyst Stephen Reitman rechnete vor: Das bereinigte operative Ergebnis verfehlte die Konsensschätzung um 29 Prozent. Die Börse reagierte prompt – die Aktie sackte vorbörslich um über fünf Prozent ab und näherte sich dem Xetra-Jahrestief von 54,89 Euro bedrohlich. Auch BMW, VW und Porsche AG wurden mit bis zu 2,4 Prozent ins Minus gezogen.

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Sparprogramm belastet zunächst weiter

Mercedes versucht gegenzusteuern. Das 2024 ausgerufene Sparprogramm soll die Produktionskosten bis 2027 um zehn Prozent senken, ebenso die Fixkosten. Für den Jobabbau – eine konkrete Stellenzahl nennt der Konzern nicht – stellte Mercedes 2025 rund 1,6 Milliarden Euro zurück. Diese Einmalkosten drückten das Ergebnis zusätzlich.

Die Auszahlungen für Aufhebungsverträge werden 2026 allerdings den freien Mittelzufluss im Industriegeschäft weiter belasten. Dieser soll noch einmal leicht fallen – nachdem er bereits 2025 spürbar von 9,2 auf 5,4 Milliarden Euro abgesackt war. Immerhin: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte 2026 deutlich steigen, da die hohen Einmalkosten nicht wiederkehren.

Särlich für China hat Mercedes ambitionierte Ziele ausgegeben. Bis 2027 sollen die lokalen Materialkosten um zehn Prozent, die variablen Produktionskosten um 20 Prozent und die Fixkosten um 20 Prozent gesenkt werden – jeweils verglichen mit 2024. Partnerschaften mit Momenta für autonomes Fahren und ByteDance sollen die Innovation beschleunigen.

Die Dividende wird von 4,30 auf 3,50 Euro gekürzt – aber nicht so drastisch wie befürchtet, hieß es von Händlerseite. Källenius gibt sich kämpferisch: "Wir sind bereit für das Jahr 2026." Ob die Märkte ihm das abnehmen, wird sich zeigen.

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