Chevron Aktie: Irak-Chance
Chevron lotet einen großen Schritt im Nahen Osten aus: Der US-Konzern verhandelt exklusiv mit der irakischen Regierung über die mögliche Übernahme des Betriebs eines der wichtigsten Ölfelder des Landes. Für Anleger ist das mehr als nur ein Projekt-Update – denn hier geht es um Zugang zu einem gewaltigen Förderasset, aber auch um neue politische Risiken. Was steckt hinter dem Vorstoß?
Exklusive Gespräche um West Qurna 2
Konkret geht es um das Ölfeld West Qurna 2. Chevron hat mit Iraks staatlicher Basra Oil Company (BOC) eine Vorvereinbarung unterzeichnet und damit ein einjähriges Exklusivfenster erhalten, um einen neuen Vertrag auszuhandeln.
West Qurna 2 ist kein kleines Feld: Es fördert derzeit laut Bericht rund 480.000 Barrel Rohöl pro Tag. Betrieben wurde das Asset zuvor von Russlands Lukoil. Der Vertrag wurde jedoch an die Basra Oil Company übertragen, nachdem die USA Sanktionen gegen Lukoil verhängt hatten.
Damit die Gespräche überhaupt Substanz bekommen, erlaubt die Vorvereinbarung zunächst den Austausch vertraulicher Daten – ein typischer, aber entscheidender Schritt, bevor es an die Details eines neuen Betreibervertrags geht.
Warum das strategisch – und riskant – ist
Für Chevron wäre ein Abschluss ein klarer Ausbau der Präsenz in Iraq, einem der weltweit größten Ölproduzenten. Das passt zur im Artikel beschriebenen Linie, neue Chancen in Exploration und Entwicklung zu verfolgen.
Gleichzeitig steigt mit einem solchen Engagement das Risikoprofil. Der Betrieb in der Region bedeutet, geopolitische Dynamiken und Sicherheitsfragen dauerhaft mit einzupreisen – ein Grund, warum manche internationale Ölkonzerne dort eher vorsichtig agieren. Chevron kann dabei auf Erfahrung in „High-Risk“-Regionen verweisen, was in den Verhandlungen und später im Betrieb ein Pluspunkt sein dürfte.
Wichtig: Der mögliche Deal hängt an mehreren Freigaben – genannt werden die Zustimmung der irakischen Bundesregierung sowie die der US-Behörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) beim Finanzministerium.
Nebenbei: Venezuela-Öl nach Indien
Als Schlaglicht auf Chevrons globale Lieferketten erwähnt der Bericht außerdem einen jüngsten Verkauf von venezolanischem Rohöl an Indiens Reliance Industries. Es war die erste Lieferung an Reliance seit Ende 2023 – und die erste des schweren Boscan-Rohöls seit etwa sechs Jahren.
Am Markt zeigt sich Chevron derweil freundlich: Der Schlusskurs von gestern lag bei 157,42 Euro, damit auf einem neuen 52‑Wochen‑Hoch. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob aus dem einjährigen Exklusivgespräch mit Irak tatsächlich ein unterschriftsreifer Vertrag wird – inklusive der nötigen Genehmigungen auf irakischer und US-Seite.
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