Chevron Aktie: Gewinnplus begeistert!
Chevron drückt beim Ausbau im Nahen Osten aufs Tempo. Der Konzern verhandelt exklusiv mit dem Irak über die Betreiberrechte am großen Ölfeld West Qurna 2 – ein Projekt, das aktuell noch beim russischen Produzenten Lukoil liegt. Entscheidend wird sein, ob Chevron am Ende Bedingungen bekommt, die sich auch für Aktionäre rechnen.
Exklusivgespräche mit klarer Struktur
Auslöser ist eine vorläufige Vereinbarung mit der staatlichen Basra Oil Company (BOC), bestätigt aus dem Umfeld des irakischen Premierministers. Geplant ist ein zweistufiges Vorgehen: Zunächst soll der bestehende Vertrag vorübergehend auf die BOC übergehen. Erst wenn sich beide Seiten auf einen neuen Vertrag geeinigt haben, würde die BOC das Projekt an Chevron weiterreichen.
Für Chevron ist das mehr als ein symbolischer Schritt. West Qurna 2 gilt als „großes Brett“ – ein potenzieller Reserven- und Produktionshebel, der das Upstream-Portfolio spürbar stärken könnte.
Der Knackpunkt: Rendite vs. Staatsinteressen
Chevron macht gleichzeitig klar, dass es nicht um Wachstum um jeden Preis geht. Das Management betont, dass „wettbewerbsfähige“ finanzielle Konditionen zentral sind. Hintergrund: In Ländern wie dem Irak sind Vertragsmodelle, Gebührenstrukturen und Investitionsanreize oft der Schlüssel, damit hohe Investitionen am Ende auch attraktive Renditen liefern.
Genau hier liegt die Balance, die Chevron sucht: Anreize, die den Interessen des Iraks gerecht werden – und zugleich ausreichende Erträge für die Anteilseigner ermöglichen.
Genehmigungen und politische Risiken
Der Deal ist zudem an mehrere Hürden geknüpft. Auf irakischer Seite braucht es die formale Zustimmung des Ministerrats. Und weil das Asset von Lukoil kommt, spielt auch die US-Behörde OFAC eine Rolle, die den Verkauf ausländischer Vermögenswerte des russischen Konzerns beaufsichtigt. Ohne diese Freigaben bleibt das Projekt trotz Exklusivverhandlungen in der Warteschleife.
Am Markt passt die Nachricht in ein Umfeld, in dem integrierte Energiekonzerne zuletzt auch als Schutz vor Inflation und geopolitischer Unsicherheit gesehen wurden. Chevron verweist dabei auf Kapitaldisziplin und stellte für 2026 ein Capex-Budget von 18 bis 19 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Klar ist aber auch: Selbst bei guter operativer Führung bleibt die Entwicklung stark an Ölpreis, Nachfrage und geopolitische Lage gekoppelt.
Die Chevron-Aktie schloss gestern bei 156,04 Euro und notiert damit knapp unter ihrem 52‑Wochen-Hoch – ein Zeichen, dass der Markt derzeit eher Zuversicht als Skepsis einpreist.
In den nächsten Monaten wird sich das Thema an zwei Punkten entscheiden: ob Chevron innerhalb der einjährigen Exklusivfrist wirtschaftlich attraktive Konditionen aushandelt – und ob die nötigen Freigaben durch den irakischen Ministerrat sowie die OFAC tatsächlich erteilt werden.
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