Der Goldpreis gibt am Donnerstag seine Gewinne vom Vortag wieder ab und fällt unter die Marke von 5.200 Dollar je Feinunze. Verantwortlich für den Rücksetzer ist ein erstarkender US-Dollar, der das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums verteuert. Der Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu und belastete damit die Notierungen des Krisenmetalls.

Nach dem kräftigen Anstieg um 49,90 Dollar am Mittwoch auf 5.226,20 Dollar korrigiert der April-Future nun um 42,10 Dollar oder 0,8 Prozent auf 5.184,10 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 5.184 Dollar fest – rund 19 Dollar über dem Vortageswert.

Arbeitsmarktdaten im Rahmen der Erwartungen

Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stiegen leicht von 208.000 auf 212.000 und lagen damit knapp unter der Analystenschätzung von 215.000. Die soliden Arbeitsmarktdaten geben der Federal Reserve wenig Anlass für eine baldige Zinssenkung. Das FedWatch-Tool der CME Group zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von nur 48 Prozent für einen Zinsschritt Mitte Juni an. Mit fast 67 Prozent gilt eine Zinssenkung Ende Juli als deutlich wahrscheinlicher.

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Höhere Zinsen würden Gold tendenziell belasten, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft und somit im Vergleich zu verzinsten Anlagen an Attraktivität verliert.

Atomgespräche in Genf sorgen für Unsicherheit

Trotz des Kursrückgangs hält sich Gold auf erhöhtem Niveau. Stützend wirken die anhaltenden geopolitischen Spannungen rund um die dritte Runde der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf. Die Gespräche verlaufen vor dem Hintergrund anhaltenden Misstrauens.

Kurz vor den Verhandlungen verhängten die USA Sanktionen gegen mehr als 30 Personen, Unternehmen und Schiffe, die mit dem iranischen Ölhandel in Verbindung stehen. US-Außenminister Marco Rubio warnte, der Iran besitze eine große Anzahl ballistischer Raketen, die US-Interessen in der Region bedrohten. Zudem arbeite Teheran an Waffen, die das kontinentale US-Festland erreichen könnten. Vizepräsident JD Vance mahnte, Teheran solle die Drohungen mit militärischen Maßnahmen ernst nehmen.

Die Unsicherheit über die US-Zollpolitik sowie die militärischen Spannungen dürften das Edelmetall weiterhin auf erhöhtem Niveau halten. Technisch ist ein Durchbruch über die Marke von 5.200 Dollar erforderlich, um den breiteren Aufwärtstrend wieder aufzunehmen.

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