Chevron macht Ernst mit seiner internationalen Expansion. Innerhalb von 48 Stunden sicherte sich der US-Energieriese exklusive Verhandlungsrechte für eines der größten Ölfelder der Welt im Irak – und reaktivierte gleichzeitig den Export venezolanischer Rohöl-Lieferungen nach Indien. Beide Schritte könnten die Fördermengen des Konzerns deutlich nach oben treiben.

West Qurna 2: Verhandlungen über 480.000 Fass pro Tag

Chevron hat sich die Exklusivrechte für das irakische Ölfeld West Qurna 2 gesichert. Das Unternehmen verhandelt nun ein Jahr lang mit der staatlichen Basra Oil Company (BOC) über einen neuen Betreibervertrag, wie die irakische Regierung am 23. Februar mitteilte.

Das Feld fördert derzeit rund 480.000 Barrel pro Tag – etwa zehn Prozent der gesamten irakischen Ölproduktion. Iraks Ölminister Hayan Abdel-Ghani geht davon aus, dass die Förderung unter Chevrons Führung auf 750.000 bis 800.000 Fass täglich steigen könnte.

Hintergrund der Verhandlungen: Der bisherige Betreiber Lukoil musste das Feld im November 2025 aufgrund US-Sanktionen aufgeben. Der russische Konzern hielt 75 Prozent der Anteile. Nun soll die BOC den Vertrag zunächst übernehmen und später an Chevron weitergeben – sobald die Konditionen finalisiert sind. Chevron betont, dass "wettbewerbsfähige wirtschaftliche Bedingungen" entscheidend für einen Abschluss sein werden.

Die Vereinbarung benötigt noch die Zustimmung des irakischen Ministerrats und des US-Finanzministeriums.

Venezuela-Geschäft nimmt wieder Fahrt auf

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Parallel dazu hat Chevron erstmals seit Dezember 2023 venezolanisches Rohöl an Indiens Reliance Industries verkauft. Die Lieferung besteht aus schwerem Boscan-Rohöl – eine Sorte, die seit etwa sechs Jahren nicht mehr exportiert wurde.

Die venezolanischen Ölexporte sind nach der Lockerung US-amerikanischer Sanktionen im Januar 2026 auf rund 800.000 Barrel pro Tag gestiegen, nachdem sie im Dezember noch bei etwa 500.000 Fass lagen. Chevron hat bereits Dutzende Tanker unter Zeitcharterverträgen speziell für den Transport venezolanischen Rohöls gechartert.

Starke Quartalszahlen als Basis

Die Expansionsschritte erfolgen vor dem Hintergrund solider Geschäftszahlen. Im vierten Quartal 2025 erzielte Chevron einen bereinigten Gewinn von 3,0 Milliarden US-Dollar oder 1,52 Dollar je Aktie – über der Analystenschätzung von 1,45 Dollar. Die Förderung erreichte mit 4,05 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag einen Rekordwert, ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einer Produktion zwischen 3,98 und 4,1 Millionen Barrel täglich. Zudem erhöhte Chevron die Quartalsdividende um vier Prozent auf 1,78 Dollar je Aktie.

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