Chevron steht vor einem der größten Deals in seiner jüngeren Geschichte. Der US-Ölkonzern verhandelt exklusiv über die Übernahme eines irakischen Mega-Ölfelds, das die Förderung des Unternehmens spürbar steigern könnte. Die Gespräche laufen bereits – doch die Hürden sind hoch.

Fast doppelte Förderung möglich

Iraks Ölminister Hayan Abdel-Ghani stellte am 25. Februar ambitionierte Ziele in Aussicht: Das Ölfeld West Qurna 2 könnte unter Chevrons Führung auf 750.000 bis 800.000 Barrel pro Tag hochgefahren werden. Aktuell liegt die Förderung bei etwa 450.000 bis 480.000 Barrel täglich – eine Verdoppelung wäre also möglich.

West Qurna 2 ist eines der größten Ölfelder weltweit. Mit geschätzten 14 Milliarden Barrel förderbarer Reserven deckt es rund 10 Prozent der irakischen Gesamtproduktion ab. Das entspricht etwa 0,5 Prozent der globalen Ölversorgung.

Wie es zum Deal kam

Die vorläufige Vereinbarung wurde am 23. Februar unterzeichnet. Chevron erhält ein Jahr lang exklusive Verhandlungsrechte. Der Vertrag soll zunächst vom russischen Konzern Lukoil auf die staatliche Basra Oil Company (BOC) übertragen werden, die ihn anschließend an Chevron weiterreicht.

Der Weg wurde frei, nachdem die USA Sanktionen gegen Lukoil verhängt hatten. Lukoil erklärte im November 2025 höhere Gewalt für West Qurna 2. Im Januar 2026 verstaatlichte Irak das Feld und einigte sich mit Lukoil auf eine einvernehmliche Trennung.

Knackpunkte in der Verhandlung

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Chevron hat bereits klargemacht: Die wirtschaftlichen Konditionen müssen stimmen. Das Unternehmen dringt auf bessere Finanzkonditionen, bevor es sich final festlegt. Ein Abschluss erfordert zudem die Zustimmung des irakischen Ministerrats und eine Freigabe durch das US-Sanktionsbüro OFAC.

Hinzu kommt das geopolitische Risiko. Spannungen zwischen den USA und Iran könnten die Ölströme durch den Persischen Golf gefährden. Sicherheitsbedenken haben in der Vergangenheit viele westliche Energiekonzerne von Großinvestitionen im Irak abgehalten.

Teil einer größeren Strategie

West Qurna 2 ist nicht Chevrons einziges Eisen im Feuer. 2025 schloss der Konzern die 53-Milliarden-Dollar-Übernahme von Hess ab. Im August 2025 sicherte sich Chevron außerdem das Nassiriya-Projekt im Irak, das binnen sieben Jahren bis zu 600.000 Barrel täglich liefern könnte.

Auch außerhalb des Iraks expandiert Chevron: Im Februar 2026 stieg das Unternehmen mit einem Explorationsblock im libyschen Sirte-Becken ein und sicherte sich vier Offshore-Lizenzen vor der griechischen Küste.

Ausblick

Irak plant, seine Förderkapazität bis 2029 auf mehr als 6 Millionen Barrel pro Tag zu steigern. Dafür braucht Bagdad Partnerschaften mit westlichen Ölkonzernen. Für Chevron bietet West Qurna 2 eine Chance, die eigene Produktion deutlich auszubauen – sofern die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen passen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob aus den exklusiven Verhandlungen ein finaler Vertrag wird.

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