CATL baut seine Position im Heimatmarkt weiter aus – und setzt dabei auf eine engere, langfristige Zusammenarbeit mit Nio. Parallel verschärft sich jedoch der Gegenwind auf der Rohstoffseite: Ein Exportstopp aus Simbabwe trifft den Lithium-Markt spürbar. Was überwiegt für den Batteriehersteller: gesicherte Nachfrage oder steigende Kosten?

Nio treibt das Batterienetz voran

Gestern hat Nio in Shanghai eine neue Batterie-Tochter registriert: Weilai Battery Technology (Shanghai) Co Ltd. Das Unternehmen startet mit 100 Mio. Yuan Stammkapital. Zum Geschäftszweck zählen unter anderem Batteriesales, Import/Export, KI-Software sowie Materialforschung und -entwicklung.

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In dieses Umfeld fällt auch die nun „vertiefte“ fünfjährige strategische Partnerschaft mit CATL. Der Hintergrund: Nio skaliert sein Batterie-Ökosystem aggressiv – und dafür braucht es stabile, verlässliche Batterietechnologie und Lieferketten.

Die Nutzung der Infrastruktur unterstreicht den Trend. Nio meldete jüngst den 100-millionsten Batteriewechsel in China. Während des Spring-Festival-Zeitraums liefen im Netzwerk über 3,27 Mio. Ladevorgänge, davon 2,0735 Mio. Batteriewechsel. Das entspricht laut Angaben einem Plus von 29,4% beim täglichen Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr. Der Spitzenwert an einem Tag lag bei über 170.000 Wechseln. Um das Wachstum zu stützen, sind für 2026 weitere 1.000 Swap-Stationen geplant.

Lithium-Schock: Simbabwe kappt Exporte

Auf der anderen Seite trifft die Branche ein plötzlicher Rohstoff-Dämpfer. Simbabwe hat am 25. Februar einen sofortigen Exportstopp für Roh-Lithium und Konzentrate verhängt – und damit eine Wertschöpfungsstrategie vorgezogen, die ursprünglich erst ab 2027 greifen sollte.

Der Effekt ist unmittelbar: Laut Bericht werden damit 100.000 bis 180.000 Tonnen Lithium Carbonate Equivalent (LCE) „eingefroren“. Das entspräche rund 7% des für 2026 erwarteten globalen Lithium-Angebots. Die Märkte reagierten prompt: Lithiumcarbonat-Futures in Guangzhou sprangen um mehr als 9%. Zudem erhöhte UBS als Reaktion auf die engere Angebotslage seine Spodumen-Preisprognose für 2026 auf 1.800 US-Dollar je Tonne.

Für Batteriehersteller bedeutet das: Selbst bei solider Nachfrage können Rohstoffspitzen schneller als gedacht auf die Kosten durchschlagen.

Westliche Autobauer im Rückwärtsgang

Die Dynamik in China wirkt auch deshalb so auffällig, weil sie im Kontrast zu Entwicklungen im Westen steht. Stellantis meldete jüngst den ersten Jahresverlust und kam für 2025 auf einen Nettoverlust von 22,3 Mrd. Euro. Treiber waren laut Bericht 25,4 Mrd. Euro an Abschreibungen und Restrukturierungskosten – ausdrücklich im Zusammenhang mit einem Rückzug aus früheren E-Auto-Strategien.

Für CATL und Partner ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: lokal hohe Auslastung und Ausbaupläne, global aber ein Marktumfeld, in dem sich E-Mobilitätsstrategien teils neu sortieren – während Rohstoffe gleichzeitig teurer werden.

Zum Wochenabschluss lag die CATL-Aktie bei 346,00 CNY und damit spürbar unter dem 50-Tage-Durchschnitt (361,07 CNY) – ein Hinweis, dass der Markt die Chancen aus Partnerschaften und die Risiken steigender Inputkosten derzeit gegeneinander abwägt. In den kommenden Monaten dürfte entscheidend sein, wie stark der Lithium-Exportstopp die Preisniveaus tatsächlich dauerhaft nach oben zieht – und wie schnell Nio den Ausbau der 1.000 neuen Swap-Stationen in die Fläche bringt.

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