CATL steht derzeit zwischen zwei Welten: In den USA verschieben sich Lieferketten und Förderlogik, in China laufen neue Technologieprojekte weiter an. Für Anleger ist entscheidend, was davon kurzfristig wirklich auf das Geschäft durchschlägt – und was eher Schlagzeilen-Rauschen bleibt. Wie stark könnten mögliche US-Importbeschränkungen am Ende tatsächlich treffen?

US-Gesetzgebung: Wenig direkter Hebel

Analysten von CLSA haben am heutigen Mittwoch die möglichen Folgen eines in den USA diskutierten Importverbots für chinesische Energiespeichersysteme eingeordnet. Im Fokus steht dabei der sogenannte CHARGE Act, der laut Einschätzung vor allem komplette Energiespeichersysteme mit Fernüberwachungsfunktionen adressiert.

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Der Punkt für CATL: Das Unternehmen exportiert in die USA demnach überwiegend einzelne Batteriezellen – und nicht vollständig integrierte Systeme. Genau deshalb erwarten die Analysten nur eine geringe direkte regulatorische Betroffenheit bei den Exportmengen.

Tesla stellt um – Lieferkette wird neu sortiert

Parallel verändert sich aber die nordamerikanische Wertschöpfungskette sichtbar. Tesla stellt den Betrieb seiner Lathrop-Megafactory darauf um, US-gefertigte Zellen zu verwenden. Hintergrund sind Anforderungen, um heimische Subventionen zu erhalten und Importzölle zu umgehen.

Konkret geht es um einen neuen Vertrag mit LG Energy Solution im Volumen von mehr als vier Milliarden US-Dollar. Die Fabrik kann bis zu 10.000 Megapacks pro Jahr produzieren und ersetzt dabei die bislang genutzten Zellen aus China durch in den USA hergestellte Alternativen. Auch wenn das kein direktes Gesetzesrisiko ist, zeigt es: Politische Rahmenbedingungen können Einkaufsentscheidungen schneller drehen als viele erwarten.

China: Sodium-Ion kommt in Serie

Während sich der US-Markt anpasst, laufen in China technologische Rollouts weiter. Changan Automobile will bis Mitte 2026 den Nevo A06 auf den Markt bringen – laut Quelle das erste in Großserie produzierte Passagierfahrzeug mit Natrium-Ionen-Batterie. Verbaut werden soll ein 45-kWh-Batteriepack („Naxtra“) mit einer Energiedichte von 175 Wh/kg und einer Reichweite von über 400 Kilometern.

Auffällig sind die Kälteeigenschaften: Die Zellen sollen bei -30 °C die dreifache Entladeleistung klassischer Lithium-Eisenphosphat-Batterien erreichen und bei -40 °C noch über 90% Kapazität halten. Die Entwicklung dieser Technologie begann 2016, begleitet von mehr als 300.000 Testzellen und Investitionen von rund 10 Milliarden CNY.

Nächster Termin: Bilanz und Dividende

Ein konkreter, kurzfristiger Fixpunkt steht ebenfalls fest: Vorstandschef Zeng Yuqun kündigte an, dass der Verwaltungsrat am 9. März 2026 zusammenkommt. Auf der Agenda stehen die Prüfung und Freigabe der Jahreszahlen 2025 (Stichtag 31. Dezember 2025) sowie die Beratung über eine Empfehlung zur Schlussdividende für das abgelaufene Geschäftsjahr.

An der Börse trat die Aktie heute derweil fast auf der Stelle: Zuletzt lag sie bei 362,18 CNY und damit nur minimal über dem gestrigen Schlusskurs. Der nächste klare Impuls dürfte damit eher vom Termin am 9. März kommen – wenn Zahlen und Dividendenpläne auf dem Tisch liegen.

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