BP muss gerade zwei Baustellen gleichzeitig managen: Skeptischere Analystenstimmen nach dem Stopp der Aktienrückkäufe – und ein schwächerer Ölpreis. Beides trifft die Stimmung, weil es direkt an den Kern der aktuellen Strategie rührt: Schulden runter, Kapitaldisziplin hoch.

Doch wie belastbar ist dieser Plan, wenn der Rohölmarkt gleichzeitig Gegenwind liefert?

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?

  • HSBC senkt Urteil auf „Reduce“ und setzt ein neues Kursziel von 35,10 US-Dollar
  • Ölpreise fallen rund 3% nach einer gekappten Nachfrageprognose der IEA für 2026
  • Aktienrückkäufe pausiert, um die Bilanz zu stärken und Schulden zu reduzieren

Analysten werden vorsichtiger

Gestern stufte HSBC den Energiekonzern von „Hold“ auf „Reduce“ herab. Gleichzeitig legte die Bank ein Kursziel von 35,10 US-Dollar fest. Hintergrund ist die wachsende Zurückhaltung nach der Entscheidung, die Aktienrückkäufe auszusetzen. BP hatte diesen Schritt in dieser Woche damit begründet, künftig stärker den Schuldenabbau in den Vordergrund zu stellen.

Am selben Tag passte auch Exane BNP seine Einschätzung an. Der Quelltext nennt jedoch keine Details zu Rating oder Kursziel.

Ganz einheitlich ist das Bild nicht: DZ Bank bestätigte am Mittwoch ein „Buy“. UBS blieb bei „Neutral“ und signalisiert damit vorerst Abwarten, während die finanzielle Neuaufstellung umgesetzt wird.

Ölpreis als zusätzlicher Bremsklotz

Parallel bekam der gesamte Sektor gestern Druck, weil die Ölpreise deutlich nachgaben. Brent rutschte auf etwa 67 US-Dollar je Barrel, WTI fiel in den unteren 62-Dollar-Bereich.

Auslöser war ein neuer Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA). Sie senkte ihre Prognose für das Nachfragewachstum 2026 und stellt zudem die Möglichkeit eines Angebotsüberschusses in den Raum. Für Produzenten wie BP ist das heikel, weil ein stabiler Rohstoffpreis die Finanzierung von Schuldentilgung und Investitionen erleichtert.

Bilanzfokus, Abschreibungen und CEO-Wechsel

Die aktuellen Entwicklungen bauen auf der Lage seit dem 10. Februar auf, als BP die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegte. Gemeldet wurden Nettoverbindlichkeiten von 22,2 Milliarden US-Dollar. Bis 2027 soll dieser Wert auf 14 bis 18 Milliarden US-Dollar sinken. Um dieses Ziel zu erreichen, stoppte das Management die Aktienrückkäufe – ein Einschnitt für Anleger, die mit kontinuierlichen Rückflüssen gerechnet hatten.

Zusätzlich verbuchte BP nach Steuern rund 4 Milliarden US-Dollar an Wertminderungen, vor allem im Portfolio rund um erneuerbare Energien und Biogas. Ab April übernimmt Meg O’Neill als neue CEO – und startet damit in eine Phase, in der Schuldenabbau und ein nachlassender Ölmarkt gleichzeitig gemanagt werden müssen.

BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...