Der britische Ölkonzern hat am 10. Februar sein Aktienrückkaufprogramm auf Eis gelegt. Bislang flossen quartalsweise 750 Millionen Dollar an die Aktionäre zurück. Jetzt hat der Schuldenabbau Priorität. BP will die Nettoverschuldung bis 2027 auf 14 bis 18 Milliarden Dollar drücken. Aktuell steht sie bei rund 22 Milliarden Dollar.

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 verdeutlichen den Handlungsdruck. Der bereinigte Gewinn brach auf 1,5 Milliarden Dollar ein – im Vorquartal waren es noch 2,2 Milliarden. Besonders schwer wogen Abschreibungen von etwa 4 Milliarden Dollar auf erneuerbare Energien und Biogas-Anlagen. Unterm Strich blieb für das Gesamtjahr ein Nettogewinn von mageren 55 Millionen Dollar – ein Einbruch um 86 Prozent.

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Analysten reagieren gespalten

Die Börse reagierte prompt: Die Aktie rutschte zu Wochenbeginn deutlich ab. Melius Research stufte das Papier am 11. Februar von „Buy" auf „Sell" herab und setzte das Kursziel bei 31 Dollar an. Das impliziert weiteres Abwärtspotenzial von rund 16 Prozent.

Andere Institute zeigen sich zurückhaltender. J.P. Morgan bestätigte am 12. Februar sein „Hold"-Rating mit einem Kursziel von 470 Pence für die Londoner Notierung. Auch RBC Capital und Jefferies bleiben bei ihrer neutralen Einschätzung. Die Enttäuschung über die gestrichene Dividende wird anerkannt, doch der Bilanzumbau könnte mittelfristig Stabilität bringen.

Ölpreis stützt den Sektor

Am Donnerstag zogen die Ölpreise an und boten dem Energiesektor etwas Rückendeckung. Brent-Crude notierte bei rund 69,74 Dollar pro Barrel, WTI lag nahe 65 Dollar. Auslöser waren verschärfte Spannungen zwischen den USA und Iran sowie US-Lagerdaten, die einen Aufbau von 8,5 Millionen Barrel zeigten.

Für BP bleiben jedoch die unternehmensspezifischen Baustellen im Vordergrund. Die neue Konzernchefin Meg O'Neill tritt im April 2026 an und übernimmt eine Doppelaufgabe: Schulden abbauen und gleichzeitig die Geschäftsbereiche sanieren, die zuletzt die milliardenschweren Abschreibungen verursachten.

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