BP verärgert seine Aktionäre mit einer abrupten strategischen Kehrtwende. Kurz vor dem Amtsantritt der neuen Konzernspitze streicht der Ölriese sein Aktienrückkaufprogramm, um die Bilanz zu sanieren. Statt Cash-Returns für Anleger dominieren nun Sparmaßnahmen und ein Milliardenverlust die Schlagzeilen.

Der britische Energiekonzern setzt mit sofortiger Wirkung alle Aktienrückkäufe aus. Ziel dieser drastischen Maßnahme ist die Stärkung der Bilanz und der Abbau von Schulden. Dieser Schritt soll ein solides finanzielles Fundament für die neue CEO Meg O'Neill schaffen, die im April die Führung übernimmt. Zum Jahresende 2025 beliefen sich die Nettoverbindlichkeiten auf rund 22,2 Milliarden US-Dollar, was den Handlungsspielraum des Unternehmens zuletzt einschränkte.

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Rote Zahlen durch Abschreibungen

Während das operative Geschäft noch solide lief, sorgten Sonderfaktoren für ein tiefrotes Nettoergebnis. Der bereinigte Gewinn (Underlying Replacement Cost Profit) lag im vierten Quartal bei 1,54 Milliarden US-Dollar und erfüllte damit die Erwartungen. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 3,4 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich hierfür waren vor allem nicht zahlungswirksame Abschreibungen von rund 4 Milliarden US-Dollar auf Vermögenswerte im Bereich erneuerbare Energien und CO2-arme Technologien.

Harter Sparkurs

Das Management verschärft zudem die Kostendisziplin. Die Investitionsausgaben (Capex) für 2026 sollen sich am unteren Ende der geplanten Spanne von 13 bis 13,5 Milliarden US-Dollar bewegen. Gleichzeitig wurden die Ziele für strukturelle Kostensenkungen angehoben. Einziger Trost für Einkommensinvestoren: Trotz des Jahresgewinnrückgangs auf 7,5 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 8,9 Milliarden) und des schwierigeren Marktumfelds bleibt die Quartalsdividende stabil bei 8,32 US-Cent je Aktie.

Der Wegfall des Rückkaufprogramms entzieht der Aktie eine wichtige Stütze, was der Markt gestern mit einem Kursrutsch von über 5 Prozent quittierte. Für die kommenden Monate steht nun der Schuldenabbau im Vordergrund, während Anleger abwarten müssen, welche strategischen Akzente die neue Unternehmensleitung ab April setzen wird.

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