BP Aktie: Schluss mit Rückkäufen
BP überraschte die Märkte diese Woche mit einem radikalen Schritt: Trotz starker Quartalszahlen wird das Aktienrückkaufprogramm vorerst auf Eis gelegt. Während der Kurs am Dienstag zunächst absackte, setzten gestern bereits erste Erholungsversuche ein. Ist die neue Disziplin beim Schuldenabbau langfristig der bessere Weg für Aktionäre oder fehlt nun ein entscheidender Kurstreiber?
Der Hauptgrund für die jüngste Volatilität ist die neue Priorität auf die Bilanz. Das Management pausiert die quartalsweisen Rückkäufe in Höhe von 750 Millionen Dollar. Stattdessen soll die Nettoverschuldung von aktuell rund 22 Milliarden Dollar bis Ende 2027 auf eine Zielspanne von 14 bis 18 Milliarden Dollar gedrückt werden. Analysten von RBC Capital Markets sehen darin das Ende der "intensiven Rückkaufphase", die die Strategie des Konzerns seit 2021 prägte.
Starke Zahlen, stabile Dividende
Operativ läuft es hingegen rund. Im vierten Quartal 2025 übertraf der Ölriese die Erwartungen deutlich. Der Umsatz kletterte auf 47,38 Milliarden Dollar, während der Gewinn pro Aktie bei 0,60 Dollar lag – beides über den Prognosen.
Für einkommensorientierte Anleger bleibt die wichtigste Säule intakt:
* Dividende: 0,4992 Dollar pro Aktie (vierteljährlich)
* Rendite: ca. 5,2 % auf das Jahr hochgerechnet
* Umsatz Q4: 47,38 Mrd. Dollar (Erwartung übertroffen)
* Verschuldungsziel: Reduktion auf 14-18 Mrd. Dollar
Abschreibungen und neue Ölfelder
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Der Strategiewechsel spiegelt sich auch in der Bewertung des Portfolios wider. BP nahm Wertberichtigungen zwischen 4 und 5 Milliarden Dollar vor, hauptsächlich im Bereich erneuerbare Energien und Biogas. Dies signalisiert eine vorsichtigere Gangart bei Investitionen in die Energiewende.
Im klassischen Ölgeschäft gelang hingegen ein massiver Erfolg: Vor der Küste Brasiliens bestätigte der Konzern den Fund des Feldes "Bumerangue" mit geschätzten 8 Milliarden Barrel Öl. Diese Ressourcen stützen das Ziel, die Produktion bis 2030 auf hohem Niveau zu halten oder sogar auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag auszubauen.
Analysten sind uneins
Die Wall Street reagiert gespalten auf den neuen Kurs. Während Wolfe Research mit einem Kursziel von 51 Dollar und der Einstufung "Outperform" optimistisch bleibt, sieht Melius Research Risiken durch den Wegfall der stützenden Rückkäufe. Das Haus rät zum Verkauf mit einem Ziel von 31 Dollar. Piper Sandler hob das Kursziel zwar leicht auf 44 Dollar an, bleibt aber bei einer neutralen Haltung.
BP setzt nun alles auf die Karte "Bilanzstärke". Mit der gesicherten Dividende und den starken Quartalszahlen bietet der Konzern zwar fundamentale Argumente, doch ohne das Sicherheitsnetz der Aktienrückkäufe dürfte der Titel im Übergangsjahr 2026 anfälliger für Marktschwankungen bleiben.
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