BP zieht die Notbremse. Der britische Ölkonzern hat seine Aktienrückkäufe auf unbestimmte Zeit ausgesetzt – und das trotz eines operativ solideren vierten Quartals als befürchtet. Die Reaktion der Märkte fiel entsprechend negativ aus. Hintergrund ist ein ambitioniertes Ziel: BP will seine Nettoverschuldung deutlich schneller senken als bisher und dem neuen CEO Meg O'Neill im April ein stabileres Fundament übergeben.

Die Entscheidung markiert eine strategische Kehrtwende. Während BP bislang Schuldenabbau und Rückkäufe parallel verfolgte, fließt nun jeder freie Dollar in die Bilanzbereinigung. Ende 2027 soll die Nettoverschuldung auf 14 bis 18 Milliarden Dollar sinken – zum Jahresende 2025 lag sie noch bei 22,2 Milliarden Dollar.

Milliarden-Abschreibungen belasten das Ergebnis

Das vierte Quartal offenbarte eine komplexe Finanzlage. Auf Berichtsebene verzeichnete BP einen Verlust von 3,4 Milliarden Dollar – verursacht durch Abschreibungen von rund 4 Milliarden Dollar nach Steuern. Betroffen waren vor allem die Biogas-Sparte Archaea und Offshore-Windprojekte, die BP nun neu bewertet.

Operativ lief es besser als gedacht. Der bereinigte Gewinn – BPs bevorzugte Kennzahl ohne Abschreibungen und Lagereffekte – lag bei 1,5 Milliarden Dollar. Das bedeutet zwar einen Rückgang gegenüber den 2,2 Milliarden Dollar aus dem dritten Quartal, übertrifft aber die 1,2 Milliarden Dollar aus dem Vorjahresquartal. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch niedrigere Ölpreise und schwächere Raffineriemargen.

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Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der bereinigte Gewinn auf 7,5 Milliarden Dollar – ein Minus von 16 Prozent gegenüber den 8,9 Milliarden Dollar aus 2024.

Dividende bleibt stabil

Trotz des Rückkauf-Stopps hält BP an seiner Dividendenpolitik fest. Für das vierte Quartal wurde eine Ausschüttung von 8,32 Cent je Aktie angekündigt – unverändert zum Vorquartal.

Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen zwischen 13 und 13,5 Milliarden Dollar, am unteren Ende der bisherigen Prognose. Gleichzeitig verschärft BP sein Sparprogramm: Die Strukturkosten sollen bis Ende 2027 um 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar sinken.

Die umfangreichen Abschreibungen im Bereich erneuerbare Energien deuten auf eine Neuausrichtung hin. BP räumt die Bilanz auf und fokussiert sich stärker auf margenstarke Öl- und Gasprojekte – eine strategische Weichenstellung vor dem Führungswechsel im April.

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