SoftBank bekommt gleich aus zwei Richtungen Unterstützung: Die Telekom-Tochter hebt den Ausblick an, und bei Arm schürt starkes KI-getriebenes Wachstum neue Fantasie. Entsprechend legte die Aktie in dieser Woche in Tokio deutlich zu. Wie viel davon kann sich in den Zahlen der Holding heute tatsächlich wiederfinden?

Wichtige Punkte im Überblick:
- Aktie: rund +10,7% in dieser Woche, Schlusskurs 4.705 Yen (Dienstag)
- SoftBank Corp (Telekom): 9-Monats-Umsatz +8% auf 5,2 Bio. Yen, operatives Ergebnis +8% auf 884 Mrd. Yen
- Prognose SoftBank Corp: Umsatz jetzt 6,95 Bio. Yen (zuvor 6,7), operatives Ergebnis 1,02 Bio. Yen
- Arm: Quartalsumsatz 1,242 Mrd. US-Dollar (Rekord), SoftBank-Anteil rund 90%

Telekom-Tochter hebt Prognose an

Der erste Impuls kam von SoftBank Corp. Nach starken Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 schraubte die Tochter ihre Jahresprognose nach oben.

Der Umsatz stieg in den neun Monaten um 8% auf 5,2 Billionen Yen – ein Rekord für diesen Zeitraum. Auch das operative Ergebnis kletterte um 8% auf 884 Milliarden Yen. Auf dieser Basis erhöhte das Unternehmen den Umsatzausblick für das Gesamtjahr auf 6,95 Billionen Yen (zuvor 6,7) und das Ziel für das operative Ergebnis auf 1,02 Billionen Yen.

Im Konsumentengeschäft meldete die Tochter zwar nur ein Umsatzplus von 3%, das Segmentergebnis legte aber um 6% zu. Auffällig: Die Zahl der Smartphone-Kunden sank im dritten Quartal um 100.000. Begründet wurde das mit einer strikteren Kundengewinnungspolitik, die stärker auf langfristige Profitabilität statt auf reines Wachstum bei der Kundenzahl zielt.

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Arm liefert KI-Narrativ

Ein großer Teil der positiven Stimmung hängt an Arm. SoftBank hält an dem britischen Chipdesigner rund 90% und profitiert damit besonders stark, wenn der Markt Arm höher bewertet.

Arm meldete für die letzten drei Monate 2025 einen Rekordumsatz von 1,242 Milliarden US-Dollar, getragen von Nachfrage rund um KI-Anwendungen. Laut CNBC lag der Wert über den LSEG-SmartEstimates.

Zusätzlich stellte Arm auf der Telefonkonferenz eine deutliche Beschleunigung im Rechenzentrumsgeschäft heraus: Die Rechenzentrums-Lizenzgebühren (Royalties) seien im Jahresvergleich um mehr als 100% gestiegen. Innerhalb weniger Jahre soll das Rechenzentrumsgeschäft laut CEO Rene Haas zum größten Segment werden und damit Mobilgeräte überholen. Außerdem peilt Arm an, bis Jahresende die Hälfte der CPUs der größten Cloud-Anbieter zu liefern.

Blick auf Japans Marktstimmung

Rückenwind kam auch von der breiteren Marktstimmung in Japan. MarketScreener verweist auf politische Entwicklungen rund um Sanae Takaichi, die Anleger als Signal für eine stärkere staatliche Förderung von KI und Innovation interpretieren.

Das unterstützte eine breitere Rally am Aktienmarkt. Der Nikkei testete dabei neue Rekordniveaus.

Am Markt richtet sich der Fokus nun auf die heute anstehenden konsolidierten Quartalszahlen der Holding: Entscheidend wird sein, wie sich Bewertungsgewinne aus Arm und die stabilen Cashflows aus dem Telekomgeschäft in der Bilanz von SoftBank Group widerspiegeln.

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