BP Aktie: Streikgefahr belastet
Die BP-Aktie notiert am Montag bei rund 475 GBX in London – und das ausgerechnet einen Tag vor der Vorlage der Jahreszahlen 2025. Der britische Energiekonzern steht gleich an mehreren Fronten unter Druck: Eine drohende Arbeitsniederlegung in der wichtigsten US-Raffinerie und eine angespannte Strategiedebatte rund um fossile Investitionen könnten das ohnehin fragile Sentiment weiter belasten.
Whiting-Raffinerie: Streik oder Lockout?
Die unmittelbare Sorge der Anleger gilt der 440.000-Barrel-pro-Tag-Raffinerie in Whiting, Indiana – einem Kernasset der nordamerikanischen Aktivitäten. Obwohl die Gewerkschaft United Steelworkers (USW) am Freitag mit Marathon Petroleum eine branchenweite Grundsatzvereinbarung getroffen hat, will BP diese offenbar nicht automatisch auf ihre Belegschaft in Whiting übertragen.
Lokale Gewerkschaftsvertreter haben die Mitarbeiter bereits aufgerufen, sich auf „Streik oder Aussperrung" vorzubereiten. 98 % der Beschäftigten stimmten für eine Arbeitsniederlegung. Streitpunkt sind lokale Zugeständnisse, die BP angeblich fordert und die laut Gewerkschaft Sicherheit und Arbeitsplatzsicherheit gefährden. Ein längerer Stillstand der Anlage würde die Margen im Downstream-Geschäft genau dann belasten, wenn das Unternehmen finanzielle Stabilität dringend benötigt.
Jahreszahlen und Strategiefragen
Morgen, am 10. Februar, veröffentlicht BP die Gesamtjahreszahlen 2025 – die letzte Bilanz vor dem Amtsantritt der designierten CEO Meg O'Neill am 1. April. Investoren erwarten vor allem Klarheit in zwei Bereichen:
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Kapitalallokation: Wie balanciert BP Aktionärsrenditen mit den Ausgaben für die Energietransformation? Das Australasian Centre for Corporate Responsibility (ACCR) hat Anfang Februar einen Aktionärsantrag eingereicht, der 22 Milliarden Dollar an jüngsten Investitionen in fossile Projekte kritisiert. Die Organisation behauptet, diese hätten kaum Shareholder Value generiert – ein Narrativ, das die Diskussion nach den Zahlen dominieren dürfte.
Führungsvakuum: Nach dem Abgang von Murray Auchincloss im Dezember 2025 führt Carol Howle das Unternehmen interimistisch. Die Ernennung von Meg O'Neill, zuvor bei Woodside Energy, wurde von Analysten begrüßt. Bis zu ihrem Start bleibt die strategische Ausrichtung jedoch unklar – ein Faktor, der die Aktie kurzfristig anfällig für Volatilität macht.
Gegenwind bei niedrigen Ölpreisen
Erschwerend kommt hinzu, dass Brent-Rohöl aktuell nahe 67 Dollar je Barrel notiert. Damit fehlt BP ein wichtiger Rückenwind, um schwächelnde Geschäftsbereiche aufzufangen. Die Kombination aus operativem Risiko in den USA, strategischen Unsicherheiten und einem schwierigen Marktumfeld setzt die Aktie vor den Quartalszahlen unter Druck.
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