BP Aktie: Aktienrückkäufe gestoppt
Der britische Energiekonzern BP zieht die Notbremse. Ab sofort werden keine Aktien mehr zurückgekauft. Sämtliche überschüssigen Mittel fließen in die Bilanzstärkung. Die Botschaft an die Aktionäre: Erst die Schulden, dann die Rendite.
Die Reaktion an der Börse fiel entsprechend aus. US-gelistete BP-Aktien verloren am Dienstag rund fünf Prozent und landeten damit am Ende des Stoxx 50. Händler zeigten sich wenig überrascht von der Entscheidung – der Druck auf die Bilanz war schon länger spürbar.
22 Milliarden Dollar Schuldenlast
BP kämpft mit einer Nettoverschuldung, die sich kaum bewegt hat. Während des gesamten vergangenen Jahres gelang es dem Konzern nicht, die Schuldenlast signifikant zu senken. Das Ziel bleibt ambitioniert: Bis Ende 2027 soll die Nettoverschuldung auf 14 bis 18 Milliarden Dollar sinken.
Parallel dazu verschärft BP sein Sparprogramm deutlich. Die Kosten sollen nun um 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar gedrückt werden. Interimschefin Carol Howle räumte ein, dass Fortschritte erzielt wurden – bei Cashflow, Renditen und Kostensenkungen. Doch sie betonte zugleich die Dringlichkeit weiterer Maßnahmen.
Kontrast zu Shell wird deutlich
Der Unterschied zur Konkurrenz könnte kaum größer sein. Während BP die Aktionäre auf Sparflamme setzt, hält Shell unbeirrt an seinem Rückkaufprogramm fest. Dan Coatsworth von AJ Bell bringt es auf den Punkt: Die Bilanzprobleme bei BP seien deutlich akuter.
Die neue Chefin Meg O'Neill, die im April das Ruder übernimmt, findet eine knifflige Situation vor. Allerdings hat ihr das Management bereits eine schwere Entscheidung abgenommen. O'Neill kann sich nun darauf konzentrieren, das Ölproduktionsgeschäft auszubauen – nachdem BP seine großen Pläne im Bereich erneuerbare Energien zurückgefahren hat.
Ölpreis als Unsicherheitsfaktor
Die jüngsten Preissteigerungen bei Öl – getrieben durch die anhaltenden Spannungen mit dem Iran – könnten trügerisch sein. Coatsworth warnt, dass die Preise im weiteren Verlauf des Jahres 2026 wieder fallen könnten, sollte zusätzliches Angebot auf den Markt kommen.
Am Dienstag gaben die Ölpreise bereits leicht nach. Brent-Öl für April fiel um 0,4 Prozent auf 68,77 Dollar je Barrel, West Texas Intermediate rutschte um 0,7 Prozent auf 63,94 Dollar. Die US-Regierung hatte zuvor eine maritime Warnung herausgegeben und US-Schiffen geraten, dem iranischen Hoheitsgebiet bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus weiträumig auszuweichen.
Für BP könnte die Zurückhaltung bei Aktionärsrenditen der neuen Führung allerdings Spielraum verschaffen. Die Investitionen in die Ölförderung haben Priorität – auch wenn das kurzfristig auf Kosten der Anleger geht.
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