BP Aktie: Rückkauf-Stopp schockt
BP zieht die Reißleine. Nach einem massiven Milliardenverlust im vierten Quartal streicht der Energieriese überraschend seine Aktienrückkäufe und korrigiert die Bewertung seiner Öko-Sparte drastisch nach unten. Der strategische Schwenk zurück zu Öl und Gas fällt radikaler aus als erwartet – was bedeutet das nun für die Zukunft des Konzerns?
Auslöser für die schlechte Stimmung ist der aktuelle Quartalsbericht. Ein Nettoverlust von 3,42 Milliarden US-Dollar steht in den Büchern. Verantwortlich dafür sind vor allem Abschreibungen in Höhe von rund 4 Milliarden Dollar auf Projekte im Bereich Offshore-Wind und Solarenergie. Die Wette auf grüne Energie hat sich kurzfristig als teuer erwiesen und belastet die Bilanz schwer.
Das Management reagiert sofort und priorisiert die Sanierung der Finanzen. Die Nettoverschuldung von aktuell etwa 22 Milliarden Dollar soll bis 2027 auf eine Zielspanne von 14 bis 18 Milliarden Dollar sinken. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das vierteljährliche Aktienrückkaufprogramm mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Anlegern entgehen damit vorerst Kapitalrückflüsse von 750 Millionen Dollar, die bisher alle drei Monate ausgeschüttet wurden.
Fokus auf Kerngeschäft
Dieser harte Schnitt erfolgt unmittelbar vor einem Führungswechsel. Meg O'Neill, die im April 2026 den Chefsessel übernimmt, steht vor der Aufgabe, das Unternehmen neu auszurichten. Marktbeobachter erwarten unter ihrer Leitung eine klare Konzentration auf renditestarke Öl- und Gasprojekte, um das finanzielle Fundament des Konzerns wieder zu stabilisieren und die Profitabilität zu sichern.
Gegenwind vom Ölmarkt
Die hausgemachten Probleme treffen auf ein zunehmend schwieriges Marktumfeld. Die Ölpreise tendieren zum Wochenausklang schwächer, mit Brent bei rund 67,55 Dollar und WTI bei 62,85 Dollar je Barrel. Belastend wirken aktuelle Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA), die für das laufende Jahr 2026 ein Rekord-Überangebot von über 3,7 Millionen Barrel pro Tag vorhersagt.
Zusätzlich schwindet die Stütze durch geopolitische Risikoprämien. Entspannungssignale in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen die Sorge vor kurzfristigen Lieferausfällen und drücken weiter auf die Notierungen.
Für BP beginnt eine Phase der strikten Konsolidierung. Mit der Streichung der Rückkäufe und dem gleichzeitigen Preisdruck am Rohstoffmarkt müssen sich Investoren auf eine Durststrecke einstellen, bis die Bilanzziele erreicht sind und die neue Strategie unter O'Neill greift.
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