BP Aktie: Gasprojekt genehmigt
BP bekommt grünes Licht aus Washington – und das ist in diesem Fall mehr als ein Formalakt. Eine neue US-Lizenz soll den Weg frei machen für ein grenzüberschreitendes Gasprojekt zwischen Venezuela und Trinidad & Tobago. Was steckt hinter der Genehmigung, und warum ist sie für die Region so wichtig?
OFAC-Lizenz räumt das Sanktionsproblem aus
Laut BP hat die US-Regierung die nötige regulatorische Zustimmung erteilt, um die Entwicklung des Offshore-Gasfelds Manakin-Cocuina voranzubringen. Konkret geht es um eine neue allgemeine Lizenz des US-Amts für die Kontrolle von Auslandsvermögen (OFAC). Sie erlaubt BP und Partnern ausdrücklich, im Rahmen des Projekts mit der venezolanischen Regierung und staatlichen Unternehmen zusammenzuarbeiten.
Genau daran war das Vorhaben zuletzt gescheitert. BP hatte im Juli 2024 angekündigt, nach einer venezolanischen Entwicklungslizenz gemeinsam mit Trinidads National Gas Company loslegen zu wollen. 2025 wurde die Arbeit jedoch gestoppt, nachdem OFAC eine frühere Ausnahmegenehmigung als nicht ausreichend eingestuft hatte – vor dem Hintergrund der bestehenden US-Sanktionen.
Ein Feld, zwei Länder – und viel Gas
Das Manakin-Cocuina-Feld soll mehr als 1 Billion Kubikfuß Erdgas enthalten. Es setzt sich aus zwei Entdeckungen zusammen: Cocuina auf venezolanischer Seite (entdeckt 1983) und Manakin in den Gewässern von Trinidad & Tobago (bestätigt 2000).
Rund 66% der Reserven liegen demnach in Trinidad & Tobago, der Rest in Venezuela. BP ist Betreiber des Trinidad-&-Tobago-Teils. Die neue Venezuela-Lizenz soll die Abläufe über die maritime Grenze hinweg deutlich vereinfachen. Beide Regierungen haben sich zudem formell auf eine gemeinsame Entwicklung des Felds verständigt – eine zentrale Voraussetzung, damit ein solches Projekt überhaupt reibungslos skaliert werden kann.
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Warum Trinidad das Gas dringend braucht
BP plant, das geförderte Gas nach Trinidad zu transportieren, dort aufzubereiten und anschließend als Flüssiggas (LNG) zu exportieren. Dafür ist die bestehende Infrastruktur entscheidend: BP hält nach eigenen Angaben 45% an den Atlantic-LNG-Anlagen, den wichtigsten LNG-Exportanlagen des Landes.
Der Hintergrund ist ein anhaltender Gasmangel in Trinidad & Tobago. Diese Lücke hat in der Vergangenheit die Versorgung der LNG-Anlagen und der Petrochemie eingeschränkt – mit Folgen für Produktion und Exportmöglichkeiten. Zusätzliche Mengen aus Manakin-Cocuina würden daher nicht nur die Auslastung der Anlagen stützen, sondern auch Trinidads Rolle als LNG-Exporteur im Atlantikbecken festigen. Für BP bedeutet das zugleich mehr Volumen im globalen Gasportfolio.
An der Börse bewegt sich die Aktie heute kaum: Der Kurs liegt bei 5,42 Euro und damit knapp unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 5,50 Euro.
BP verwies zudem auf die diplomatische Rolle der Regierung von Trinidad & Tobago, die die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und beiden Staaten vorangetrieben habe – ein Hinweis darauf, wie stark das Projekt von politischen und regulatorischen Leitplanken abhängt.
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