BP setzt in der Kaspischen See auf Kontinuität – und bindet dafür einen zentralen Dienstleister langfristig an sich. Der Konzern hat die Zusammenarbeit mit Turan Drilling & Engineering für wichtige Offshore-Anlagen verlängert. Doch warum kommt diese Nachricht gerade jetzt, kurz vor der nächsten Dividendenrunde?

Mehr Stabilität für acht Plattformen

Konkret geht es um Betriebs- und Wartungsleistungen für acht von BP betriebene Offshore-Plattformen in der Region – rund um das Ölfeld Azeri Chirag Gunashli (ACG) sowie das Gasfeld Shah Deniz. Der verlängerte Vertrag deckt dabei ein breites Paket ab: Personalunterstützung, Durchführung von Instandhaltung, Ersatzteil-Management und Lagerhaltung.

Neu ist außerdem ein eigenes Team, das sich gezielt um „Asset Integrity“ und die Instandhaltung der Anlagenhülle kümmern soll. Dahinter steckt ein klarer Fokus: Die Anlagen sollen zuverlässig, sicher und effizient laufen – ein entscheidender Hebel, wenn es um Produktionsstabilität und planbare Abläufe auf Offshore-Plattformen geht.

Turan Drilling & Engineering ist dabei ein Joint Venture von SOCAR AQS und dem US-Unternehmen Helmerich & Payne (H&P). H&P hatte KCA Deutag Anfang 2025 übernommen – ein Detail, das den industriellen Hintergrund der Partnerschaft erklärt.

Laufzeit, Optionen – und die Milliardengröße

Die Verlängerung startet im März 2026 und ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt. Zusätzlich gibt es drei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Sollten alle Optionen gezogen werden, schätzt BP den Gesamtwert des Vertrags auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar.

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Aus Sicht des Konzerns ist das vor allem ein operatives Signal: BP betont, der Vertrag stütze den Anspruch, die Anlagen nach globalen Industriestandards sicher und effizient zu betreiben.

Dividende und Strategiewechsel im Hintergrund

Die Meldung fällt in eine Phase, in der BP die Kapitalverteilung spürbar neu justiert. Erst am 10. Februar hatte das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt – als Reaktion auf schwächere Jahresgewinne und fallende Ölpreise. Stattdessen will BP Kapital stärker für die Bilanz und für ertragsstarke Kohlenwasserstoff-Projekte einsetzen. Der große Wartungs- und Betriebsvertrag im Kaspischen Meer passt genau in dieses Muster: Fokus auf Anlagen, die verlässlich Cashflows liefern sollen.

Parallel dazu steht bereits die nächste Dividendenausschüttung an: Ex-Dividenden-Tag ist morgen, am 20. Februar 2026. Berechtigt ist, wer am Stichtag als Aktionär geführt wird. Ausgezahlt werden sollen 0,4992 US-Dollar je Aktie am 27. März 2026.

Beim Kurs gab es heute nur wenig Bewegung: Die Aktie notiert bei 5,44 Euro und liegt damit leicht im Plus.

Zum Terminplan ist damit klar: Morgen ist der entscheidende Tag für die Dividendenberechtigung, im März startet der neue Vertragszeitraum – und Ende März folgt die Auszahlung.

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