Die Luft für den britischen Energieriesen wird dünner. Nach der überraschenden Streichung des Aktienrückkaufprogramms und Abschreibungen auf Erneuerbare Energien ziehen nun auch die Analysten die Reißleine. Während der Konzern mit seiner Strategie ringt, fragen sich Anleger: Ist das aktuelle Bewertungsniveau eine Chance oder der Beginn einer längeren Durststrecke?

Analysten werden vorsichtiger

Das Vertrauen der Finanzwelt in den Kurs des Managements bröckelt. Am Freitag senkte das Investmenthaus TD Cowen das Kursziel für die BP-Aktie von 37,00 auf 35,00 US-Dollar und bestätigte lediglich das "Hold"-Rating. Bereits zuvor hatten die Experten der HSBC den Titel auf "Reduce" herabgestuft.

Diese skeptischen Stimmen sind eine direkte Reaktion auf die jüngsten Unternehmensnachrichten. Der Stopp der Aktienrückkäufe entzieht dem Titel nicht nur eine wichtige technische Stütze, sondern signalisiert auch finanzielle Engpässe. Hinzu kommen signifikante Wertberichtigungen im Bereich Biogas und Erneuerbare Energien, die Zweifel an der Effizienz der bisherigen Energiewende-Strategie wecken.

Markt reagiert nervös

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Zwar konnte sich das Papier am Freitag an der NYSE leicht um 1,26 Prozent auf 37,66 US-Dollar erholen, doch dies täuscht kaum über die zugrundeliegende Schwäche hinweg. Erst am Donnerstag war der Kurs um über 3,5 Prozent eingeknickt. Investoren bewerten die Kapitalallokation des Konzerns neu, da die Dividenden- und Rückkaufpolitik bislang als zentrales Argument für ein Engagement bei dem Ölgiganten galt.

Ölpreis bremst zusätzlich

Verschärft wird die Lage durch das schwierige makroökonomische Umfeld. Die Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei schwachen 67,75 US-Dollar je Barrel. Marktbeobachter fürchten ein Überangebot, da die OPEC+ in den kommenden Monaten die Fördermengen anheben könnte, um Marktanteile zu sichern. Sinkende geopolitische Risikoprämien und ein höheres Angebot begrenzen das Aufwärtspotenzial beim Ölpreis massiv. Für BP ergibt sich daraus eine gefährliche Kombination aus internen Strategieproblemen und externem Preisdruck, die einer schnellen Kurserholung im Weg steht.

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