Der Luftfahrtriese Boeing meldet sich eindrucksvoll zurück. Getrieben von einem entscheidenden regulatorischen Fortschritt bei der 737 MAX 10 und Milliardenaufträgen im Rüstungsbereich hat die Aktie am Freitag ein neues 52-Wochen-Hoch markiert. Während Investoren den Turnaround feiern, bleibt jedoch ein technisches Hindernis bestehen, das den Zeitplan für die wichtige Zertifizierung noch gefährden könnte.

Grünes Licht für die MAX 10

Verantwortlich für den jüngsten Optimismus ist vor allem eine Entscheidung der US-Luftfahrtbehörde FAA. Diese hat Boeing offiziell die Erlaubnis erteilt, mit der "Phase 2" der Zertifizierungsflüge für die 737 MAX 10 zu beginnen. Dieser Schritt, bekannt als Type Inspection Authorization, erlaubt es FAA-Piloten, die Sicherheitssysteme des Jets in der Praxis zu validieren – eine zwingende Voraussetzung für die kommerzielle Zulassung.

Für Boeing ist dies von existenzieller Bedeutung, um im Wettbewerb mit dem Airbus A321neo nicht den Anschluss zu verlieren. Der Auftragsbestand für die MAX 10 umfasst über 1.200 Maschinen, darunter eine kürzlich getätigte Bestellung von 105 Jets durch Alaska Airlines. Dennoch ist der Weg nicht frei von Hürden: Ein technisches Problem mit dem Enteisungssystem der Triebwerke muss noch gelöst werden. Analysten erwarten die endgültige Zertifizierung daher erst gegen Ende 2026.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Boeing?

Milliardenaufträge stützen den Kurs

Neben den Fortschritten in der zivilen Luftfahrt sorgt die Verteidigungssparte (BDS) für eine solide Basis. Rund um den Jahreswechsel konnte Boeing neue Verträge im Wert von etwa 12,8 Milliarden US-Dollar sichern. Dazu gehören ein 8,6-Milliarden-Dollar-Deal für F-15IA-Kampfjets für Israel sowie ein Logistikvertrag für das E-4B "Doomsday Plane".

Diese positive Nachrichtenlage spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 234,53 USD, was exakt dem neuen 52-Wochen-Hoch entspricht. Auf Sicht von 12 Monaten verzeichnet das Papier damit ein Plus von knapp 41 Prozent.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Trotz der Kursgewinne mahnte CEO Kelly Ortberg in einem Mitarbeiter-Memo zur Vorsicht. Das Jahr 2026 werde weiterhin "erhebliche Arbeit" erfordern, um die Fertigungsqualität zu stabilisieren und die angestrebte Produktionsrate von 42 MAX-Jets pro Monat zu erreichen.

Konkrete Hinweise auf den finanziellen Erfolg dieser Maßnahmen erhalten Anleger am 27. Januar 2026. Bei der Vorlage der Quartalszahlen wird der Fokus primär auf den Prognosen zum freien Cashflow und dem Fortschritt beim Hochfahren der Produktion liegen.

Boeing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Boeing-Analyse vom 11. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Boeing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Boeing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Boeing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...