Boeing Aktie: FAA greift durch
Boeing bekommt es dieser Tage nicht nur mit Produktionszielen und einem prall gefüllten Auftragsbuch zu tun – sondern auch mit neuer Aufsicht aus Washington. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat eine sofort wirksame Anweisung für mehrere 737-Modelle erlassen. Was steckt hinter dem Schritt, und was bedeutet das operativ für den Konzern?
Neue FAA-Anweisung für 737-Modelle
Am Dienstag hat die FAA die „Airworthiness Directive“ AD 2026-04-05 veröffentlicht, die sofort in Kraft tritt. Betroffen sind die Modelle 737-8, 737-9 und 737-8200.
Auslöser waren Berichte über unkontrollierbar hohe Temperaturen in Kabine und Cockpit. Die Behörde verlangt deshalb eine Überarbeitung des Flughandbuchs (Airplane Flight Manual). Konkret sollen neue Verfahren für die Crew aufgenommen werden – für den Fall, dass ein bestimmter Sicherungsautomat („circuit breaker“) in der Standby-Stromversorgung auslöst. Kommentare zur finalen Regel nimmt die FAA bis zum 10. April 2026 an.
Produktion hochfahren – unter Beobachtung
Die Anweisung fällt in eine Phase, in der Boeing die Fertigung des 737 MAX wieder hochfahren will. Der Konzern stellt dabei seine Produktionsraten um und plant, im Hochsommer 2026 eine vierte 737-MAX-Montagelinie zu eröffnen. Ziel ist es, den hohen Auftragsbestand besser abzuarbeiten.
Parallel dazu läuft bei der FAA laut Bericht noch eine weitere, vorgeschlagene Airworthiness Directive, ebenfalls mit einer Kommentierungsfrist bis zum 10. April 2026. Das unterstreicht: Das regulatorische Umfeld bleibt ein wichtiger Faktor für den operativen Kurs rund um das wichtigste Verkehrsflugzeugprogramm.
Zahlen geben Rückenwind – Ausschüttungen bleiben aus
Finanziell zeigt Boeing zuletzt Wachstum in den Sparten, auch wenn nicht alle Baustellen geschlossen sind. In den jüngsten Quartalszahlen stiegen die Erlöse im Bereich Commercial Airplanes auf 11,4 Mrd. US-Dollar, die Division Defense, Space & Security meldete 7,4 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 stehen 89,5 Mrd. US-Dollar Umsatz zu Buche. Besonders auffällig: Der gesamte Auftragsbestand wuchs auf einen Rekordwert von 682 Mrd. US-Dollar, davon entfallen 567 Mrd. US-Dollar auf Verkehrsflugzeuge.
Gleichzeitig verweist der Bericht auf einen wunden Punkt für Aktionäre: Boeing hat die Ausschüttungen an Anteilseigner seit der letzten Zahlung im März 2020 ausgesetzt.
Am Markt zeigte sich die Aktie zuletzt eher seitwärts bis leicht schwächer: Der Schlusskurs von gestern lag bei 198,22 Euro, rund 7,4% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 214,00 Euro.
Zum nächsten Fixpunkt wird nun der 10. April 2026: Dann endet die Kommentierungsfrist der FAA – und damit ein konkretes Zeitfenster, in dem sich die regulatorische Lage rund um die 737-Thematik weiter präzisieren dürfte.
Boeing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Boeing-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Boeing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Boeing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Boeing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








