Boeing Aktie: Milliarden-Aufträge vs. Weltraum-Krise
Der US-Flugzeugbauer Boeing liefert derzeit ein Bild der Extreme ab. Während die Verkehrsflugzeug-Sparte dank massiver Bestellungen aus Vietnam aufblüht, droht im Raumfahrt-Sektor ein empfindlicher Rückschlag durch die NASA. Anleger müssen nun abwägen: Wie schwer wiegen die technischen Mängel beim Starliner-Programm im Vergleich zum boomenden Kerngeschäft?
Großaufträge aus Vietnam
Ein massiver Schub für die Bilanz kommt aus Südostasien. Vietnamesische Fluggesellschaften haben Verträge über fast 100 Jets finalisiert. Besonders bemerkenswert ist die Bestellung von Vietnam Airlines über 50 Boeing 737-8 MAX Maschinen – eine Premiere für die Airline bei diesen Single-Aisle-Jets. Ziel ist die Modernisierung der Flotte angesichts der wachsenden Reisenachfrage in der Region.
Die Expansion beschränkt sich nicht nur auf die nationale Fluggesellschaft. Berichten zufolge plant auch Sun PhuQuoc Airways die Anschaffung von bis zu 40 Boeing 787 Dreamlinern, während VietJet Finanzierungen für weitere 737-Maschinen sichert. Diese Entwicklung unterstreicht die robuste Nachfrage nach treibstoffeffizienten Flugzeugen im asiatischen Raum.
Grünes Licht für Übernahme
Auch auf strategischer Ebene verzeichnet der Konzern Fortschritte. Die geplante Übernahme des wichtigen Zulieferers Spirit AeroSystems hat eine entscheidende Hürde genommen. Die US-Handelskommission (FTC) genehmigte den Deal, der einen Unternehmenswert von rund 8,3 Milliarden US-Dollar umfasst, unter Auflagen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Boeing?
Um den Wettbewerb im Markt zu sichern, müssen bestimmte Vermögenswerte veräußert werden, zudem ist die Belieferung konkurrierender Flugzeughersteller garantiert. Parallel dazu meldet Boeing einen Erfolg bei der Zulassung: Sowohl die US-Behörde FAA als auch die europäische EASA haben die ersten Trainingssimulatoren für die kommende 777-9 qualifiziert – ein wichtiger Schritt vor der Indienststellung des Langstreckenjets.
Rückschlag im All
Deutlich düsterer sieht es in der Raumfahrt-Sparte aus. Die NASA klassifizierte den jüngsten bemannten Starliner-Testflug offiziell als „Typ A“-Zwischenfall. Diese Kategorie ist für die schwerwiegendsten Fehlfunktionen reserviert, die in der Regel Schäden von über 2 Millionen US-Dollar oder signifikante Sicherheitsrisiken bedeuten.
Nach massiven Problemen mit dem Antriebssystem, die eine geplante Kurzmission auf 93 Tage ausdehnten und die Rückkehr der Astronauten mit einem anderen Raumschiff erforderten, zieht die NASA Konsequenzen. Weitere bemannte Flüge des Starliners sind vorerst ausgesetzt, bis alle technischen Mängel und Führungsdefizite behoben sind.
Das Chartbild spiegelt diese komplexe Gemengelage wider: Die Aktie notierte zum Wochenschluss bei 196,90 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein moderates Plus von 1,32 Prozent. Während die Auftragsbücher im zivilen Luftverkehr voll sind, bleiben die regulatorischen Auflagen bei der Spirit-Integration und die Sanierung der Raumfahrt-Sparte die entscheidenden Aufgaben für das Management in den kommenden Monaten.
Boeing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Boeing-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Boeing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Boeing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Boeing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








