Boeing Aktie: Neue Impulse
Boeing liefert dem Markt gleich zwei neue Ansatzpunkte: ein frischer Auftrag aus dem US-Verteidigungsbereich und deutlich optimistischere Erwartungen für den zivilen Flugzeugbedarf in Afrika. Das eine sorgt für planbare, langfristige Serviceumsätze – das andere zeigt, wo Boeing in den nächsten Jahrzehnten Wachstum verortet. Doch wie belastbar ist dieser Rückenwind für die kommenden Jahre?
Neuer Navy-Auftrag bis 2030
Im Verteidigungsgeschäft hat Boeing einen Vertrag über 166,8 Millionen US-Dollar für Unterstützungsleistungen rund um die P-8A-Flugzeugsysteme der US Navy erhalten. Konkret geht es um Engineering- und Software-Support – inklusive Wartung, technischer Analysen und Modernisierungen von Software sowie zugehöriger Hardware-Fähigkeiten.
Der Deal ist als „Cost-plus-fixed-fee“-Vertrag mit unbestimmter Liefermenge strukturiert. Das bedeutet: Abgerechnet wird über einzelne Abrufe, die nach und nach erteilt werden. Die Arbeiten laufen überwiegend in Seattle, ergänzt durch Standorte in St. Louis und Huntington Beach. Geplant ist eine Laufzeit bis Dezember 2030 – ein langer Horizont, der für Stabilität im Servicegeschäft spricht.
Afrika rückt stärker in den Fokus
Parallel dazu hebt Boeing die eigene 20-Jahres-Prognose für die Flugzeugnachfrage in Afrika kräftig an: plus 40%. Statt der bisherigen Erwartung rechnet der Konzern nun mit 1.700 neuen Flugzeugen, die in den kommenden zwei Jahrzehnten in der Region verkauft werden könnten.
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Treiber dieser Einschätzung sind laut Boeing das schnelle wirtschaftliche Wachstum und der steigende Luftverkehr. Boeing erwartet, dass das Passagieraufkommen in Afrika im Schnitt um 6% pro Jahr wächst – gestützt durch eine wachsende Mittelschicht, Urbanisierung und zusätzliche Investitionen in Flughafen-Infrastruktur. Rund zwei Drittel der Nachfrage sollen dabei auf Single-Aisle-Jets entfallen, also typische Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge.
Aufträge da – Produktion als Engpass
Die neuen Aussagen kommen nach einem starken Januar bei den Bestellungen: Boeing verbuchte 107 Orders, darunter 73 Schmalrumpfjets und 34 Großraumflugzeuge. Hervorgehoben wurden unter anderem 30 Bestellungen für 787-10 von Delta Air Lines sowie weitere Aufträge für die 737 MAX von Air India und Aviation Capital Group.
Entscheidend für das Jahr 2026 wird laut dem Kontext vor allem eines: Boeing muss die Produktionsraten erhöhen. Denn zusätzliche Auslieferungen hängen zunehmend an der laufenden Fertigung – die Auslieferung aus bestehenden Lagerbeständen spielt offenbar eine deutlich kleinere Rolle als zuvor.
An der Börse bleibt das Bild kurzfristig eher verhalten: Am Freitag schloss die Aktie bei 192,54 Euro und liegt damit leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 197,45 Euro – ein Hinweis darauf, dass der Markt die positiven Impulse zwar registriert, aber noch keine neue Dynamik daraus ableitet.
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