Boeing Aktie: Wachstum nimmt Fahrt auf
Boeing meldet sich eindrucksvoll zurück. Nach Jahren der Krise liefert der Konzern wieder deutlich mehr Flugzeuge aus, gewinnt Großaufträge und stärkt zugleich sein Rüstungs- und Lieferketten-Geschäft. Im Hintergrund steht eine klare Botschaft: Der Fokus verschiebt sich weg vom Überleben, hin zu messbarem Wachstum.
Produktion kehrt auf Kurs zurück
Der zentrale Treiber der aktuellen Neubewertung ist die deutlich höhere Auslieferungszahl im Kerngeschäft. Im vierten Quartal 2025 übergab Boeing 160 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Auf das Gesamtjahr summiert sich das auf 600 Maschinen – so viele wie seit 2018 nicht mehr.
Damit zeigt der seit Jahren geplante Produktionshochlauf erstmals wieder klare Wirkung. Besonders wichtig: Das Programm 737 MAX läuft aktuell mit einer Rate von 42 Flugzeugen pro Monat. Intern ist eine weitere Steigerung vorgesehen, was als Signal verstanden werden kann, dass Prozesse, Qualität und Lieferketten stabiler geworden sind.
Diese operative Verbesserung spiegelt sich auch im Kursbild: Gestern schloss die Boeing-Aktie bei 244,55 US‑Dollar und markierte dabei ihr 52‑Wochen‑Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten entspricht das einem Plus von gut 51 %, seit Jahresbeginn liegt die Aktie ebenfalls im Plus.
Großaufträge stärken das Vertrauen
Zusätzlichen Rückenwind bringen neue Großbestellungen wichtiger Airline-Kunden. Delta Air Lines hat erstmals direkt bei Boeing den Langstreckenjet 787 Dreamliner geordert: 30 Flugzeuge sind fest vereinbart, weitere 30 über Optionen möglich. Ziel ist die Modernisierung und Erweiterung der internationalen Langstreckenflotte von Delta.
Auch Alaska Airlines setzt ein deutliches Zeichen. Die Gesellschaft bestätigte die größte Flottenbestellung ihrer Geschichte: 105 Maschinen des Typs 737‑10. Solche Volumina sind nicht nur für die Auslastung von Boeings Produktionslinien wichtig, sie unterstreichen auch das Vertrauen großer Kunden in das aktuelle und zukünftige Flugzeugportfolio des Konzerns.
Wesentliche kursrelevante Punkte im Überblick:
- Analystenunterstützung: Bernstein SocGen sieht Boeing als Top-US-Titel für 2026, bestätigt das Votum „Outperform“ und hebt das Kursziel auf 277 US‑Dollar an.
- Rekordauslieferungen: Die 600 ausgelieferten Verkehrsflugzeuge im Jahr 2025 bedeuten einen Anstieg um 72 % gegenüber dem Vorjahr.
- Kontrolle über Lieferkette: Mit der Übernahme des wichtigen Zulieferers Spirit Aerosystems für 4,7 Milliarden US‑Dollar holt Boeing einen zentralen Teil der Wertschöpfung ins eigene Haus, um Qualität und Lieferfähigkeit besser zu steuern.
Rüstungsgeschäft als Stabilitätsanker
Neben der zivilen Luftfahrt trägt das Verteidigungsgeschäft wesentlich zur Stabilisierung des Konzerns bei. Ende 2025 sicherte sich Boeing zwei bedeutende Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 12,8 Milliarden US‑Dollar.
Zum einen übernimmt das Unternehmen Logistikleistungen für die E‑4B‑Flotte der US‑Luftwaffe. Zum anderen kommt ein Auftrag für mindestens 25 neue F‑15IA‑Kampfflugzeuge für die israelische Luftwaffe hinzu. Solche Projekte laufen in der Regel über viele Jahre und bieten planbare Erlöse, die die zyklische Natur des Zivilflugzeuggeschäfts abfedern.
Trotz des kräftigen Umsatzwachstums schreibt Boeing allerdings noch nicht wieder nachhaltig schwarze Zahlen. Für das vergangene Jahr steht ein deutliches operatives Minus in den Büchern. Das Management stellt jedoch für 2026 die Rückkehr zu positivem Cashflow in Aussicht – ein wichtiger Meilenstein, auf den Investoren genau achten.
Die aktuelle Gemengelage aus höherer Produktion, gefüllten Auftragsbüchern, gestärkter Lieferkette und robustem Verteidigungsgeschäft deutet darauf hin, dass sich Boeings Geschichte tatsächlich von der Phase der reinen Krisenbewältigung hin zu einem belastbaren Wachstumspfad verlagert. Entscheidend wird nun, ob der Konzern die angekündigte Cashflow-Wende im Jahresverlauf 2026 wie geplant umsetzen kann.
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