BMW und Eon machen ernst beim bidirektionalen Laden. Was bisher nur in Pilotprojekten getestet wurde, startet heute als kommerzielles Produkt für Privatkunden. Gleichzeitig strafft der Autobauer seine Lieferketten – und holt sich dafür einen mächtigen Partner an Bord.

Vehicle-to-Grid wird Realität

Das Produktpaket ist komplett: BMW Wallbox Professional, Eon-Stromtarif und Smart Meter. Kunden können ab sofort ihre Elektrofahrzeuge nicht nur laden, sondern auch Strom ins Netz zurückspeisen. Der Tarif "Eon ÖkoStrom Home & Drive V2G" macht es möglich. Nach der Ankündigung im September 2025 folgt nun die Umsetzung – ein klarer Vorsprung gegenüber Wettbewerbern, die noch in der Testphase hängen.

Die Rechnung ist einfach: Das geparkte Auto wird zum Stromspeicher, der bei Spitzenlast Geld verdient. BMW positioniert sich damit als Technologieführer in einem Segment, das künftig zum Standard werden könnte.

GXO optimiert Swindon-Werk

Parallel dazu reorganisiert BMW seine Logistik. GXO Logistics übernimmt ab heute das Management der Lageroperationen am Swindon-Standort. Die Anlage mit 425.000 Quadratmetern beschäftigt über 500 Mitarbeiter und produziert seit 1955 Karosserieteile für Mini-Modelle und andere BMW-Fahrzeuge.

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GXO soll Prozesse verschlanken, Technologie upgraden und das Layout optimieren. Das Ziel: höhere Effizienz und Widerstandsfähigkeit in der globalen Produktionskette. Martin Cooper, Managing Director bei GXO UK&I, spricht von "smarten Logistiklösungen" und einer "zukunftssicheren Plattform". Das Swindon-Werk liefert Türen, Motorhauben und Kotflügel für Mini Cooper und Mini Cabrio – Komponenten, die auch in internationalen BMW-Werken verbaut werden.

Die Partnerschaft markiert GXOs Expansion in den britischen Automobilsektor. BMW setzt auf Automatisierung und datengestützte Logistik, um den steigenden Produktionsanforderungen des Oxford-Werks gerecht zu werden.

Zweigleisige Strategie

BMW fährt zweigleisig: Während das Eon-Projekt die Elektromobilität für Endkunden attraktiver machen soll, zielt die GXO-Kooperation auf interne Optimierung. Beide Schritte stärken die Wettbewerbsposition – das eine durch Differenzierung beim Produkt, das andere durch schlankere Strukturen.

Die V2G-Technologie könnte mittelfristig ein Verkaufsargument werden, wenn Energiepreise volatil bleiben. Die Logistik-Partnerschaft adressiert ein anderes Problem: komplexe Lieferketten in einem unter Kostendruck stehenden Premiumsegment.

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