BMW hat innerhalb weniger Tage gleich zwei strategische Kooperationen fixiert – eine für klassische Antriebstechnik, eine für das Thema Rohstoffe. Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Was steckt hinter den Vereinbarungen, und warum setzt BMW ausgerechnet jetzt so stark auf Planungssicherheit und Kreislaufwirtschaft?

Die wichtigsten Punkte:
- Milliarden-Liefervertrag mit ZF für Antriebssysteme bis Ende der 2030er Jahre
- Kooperation mit PreZero zur Verwertung von Altfahrzeugen und Recycling-Materialien
- Aktienrückkauf: 250.157 Stammaktien über Xetra zu Ø rund 87 Euro

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ZF sichert Getriebeversorgung bis Ende der 2030er

BMW und ZF Friedrichshafen haben einen langfristigen Liefervertrag für Pkw-Antriebssysteme unterschrieben. Im Zentrum steht die Weiterentwicklung des 8-Gang-Automatikgetriebes (8HP) – mit Fokus auf elektrifizierte Antriebe. Laut ZF hat die Vereinbarung ein Volumen von mehreren Milliarden Euro und läuft bis Ende der 2030er Jahre.

Konkret soll das 8HP-Getriebe kontinuierlich weiterentwickelt werden, damit es zu künftigen Antriebskonzepten passt. Genannt werden Plug-in-Hybride und Mild-Hybrid-Fahrzeuge. ZF-CEO Mathias Miedreich bezeichnete das 8-Gang-Automatikgetriebe als Schlüsseltechnologie in der Transformation der Antriebssysteme. Aus ZF-Sicht spielt dabei auch der lange Planungshorizont eine zentrale Rolle, um technologische Weiterentwicklungen abzusichern.

PreZero-Partnerschaft: Altfahrzeuge als Materialquelle

Zusätzlich hat BMW am Donnerstag einen strategischen Kooperationsvertrag mit PreZero geschlossen, dem Kreislaufwirtschaftsunternehmen der Schwarz Gruppe (Lidl/Kaufland). Unterzeichnet wurde die Vereinbarung auf dem Campus des Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn.

Ziel ist ein Geschäftsmodell, das Altfahrzeuge systematisch verwertet und sie als strategische Materialquelle nutzt. BMW will damit Rohstoffabhängigkeiten reduzieren und Lieferketten widerstandsfähiger machen. Die Kooperation umfasst drei Bausteine:
- Reuse: Komponenten sollen möglichst lange weiterverwendet werden
- Recycle: Prozesse sollen hochwertige Recyclingmaterialien liefern
- Design for Recycling: Neue Modelle sollen von Anfang an recyclinggerechter konstruiert werden

BMW bringt dafür Know-how aus dem Recycling- und Demontagezentrum (RDZ) sowie Material- und Fertigungskompetenz ein. PreZero steuert Expertise zu europäischen Stoffströmen und Sortiertechnologien bei – inklusive Erfahrungen als einer der führenden Batterierecycler in Europa.

Aktienrückkauf läuft weiter

Unabhängig von den Partnerschaften setzt BMW das Aktienrückkaufprogramm 2025/2027 fort. Zwischen dem 26. Januar und 1. Februar kaufte der Konzern 250.157 Stammaktien über Xetra zurück. Die Käufe erfolgten zu gewichteten Durchschnittspreisen um 87 Euro je Aktie.

Als nächster Fixpunkt im Kalender steht der Geschäftsbericht 2025 an, den BMW am 12. März vorlegen will. Danach folgen der Bericht zum 1. Quartal am 6. Mai und die Hauptversammlung am 13. Mai.

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