Während Teile der Pharmabranche durch einen massiven Kurseinbruch beim Konkurrenten Novo Nordisk erschüttert werden, zeigt sich Bayer bemerkenswert widerstandsfähig. Getrieben von neuen Produktzulassungen in China und optimistischen Analystenstimmen koppelt sich der Leverkusener Konzern vom negativen Sektortrend ab. Doch reicht dieser Rückenwind bis zu den kommenden Jahreszahlen?

Die wichtigsten Fakten:
* China-Erfolg: Medikament Nubeqa für neue Indikation zugelassen.
* Analysten-Votum: Goldman Sachs sieht Kursziel bei 54,50 Euro.
* Performance: Aktie verzeichnet auf Jahressicht ein Plus von über 112 %.
* Stabilität: Bayer trotzt dem 17-Prozent-Rutsch von Novo Nordisk.

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Operativer Durchbruch in China

Fundamentale Unterstützung erhält der Aktienkurs durch operative Fortschritte im wichtigen asiatischen Markt. Die chinesische Gesundheitsbehörde hat das Krebsmedikament Nubeqa (Wirkstoff: Darolutamid) für eine weitere Indikation zugelassen. Konkret darf das Präparat nun zur Behandlung von metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie eingesetzt werden.

Der entscheidende Vorteil für Patienten und die Marktpositionierung: Diese Therapieform kommt ohne begleitende Chemotherapie aus. Es ist bereits die dritte Indikation, für die Nubeqa in China grünes Licht erhalten hat. Diese Meldung folgt auf eine erst kürzlich ausgesprochene Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur für das Herzmedikament Finerenon, was die Pipeline-Fortschritte der Leverkusener unterstreicht.

Banken erhöhen Kursziele

Diese operative Entwicklung spiegelt sich in den Bewertungen der großen US-Investmentbanken wider. Im Vorfeld der Bilanzvorlage haben Marktbeobachter ihre Einschätzungen nach oben angepasst. Goldman Sachs bekräftigte die „Buy“-Empfehlung und setzte das Kursziel auf 54,50 Euro fest, was deutliches Potenzial vom aktuellen Niveau impliziert.

Auch JPMorgan bleibt optimistisch. Analyst Richard Vosser bestätigte die Einstufung „Overweight“ und hob das Kursziel auf 50,00 Euro an. Diese Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund einer starken Kursentwicklung: Seit Jahresanfang legte das Papier bereits um 19,09 Prozent zu und notiert aktuell bei 45,26 Euro, wenngleich es heute zu einer leichten Konsolidierung von -0,31 Prozent kommt.

Abkopplung vom Sektordruck

Besonders bemerkenswert ist die relative Stärke der Bayer-Aktie im Vergleich zum Wettbewerb. Während der dänische Pharmariese Novo Nordisk nach einer enttäuschenden Prognose und Preisdruck in den USA um rund 17 Prozent einbrach, konnten sich die Leverkusener diesem Abwärtssog entziehen.

Die charttechnische Verfassung stützt dieses Bild. Der Kurs notiert mit 45,26 Euro deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 30,57 Euro, was den langfristigen Aufwärtstrend bestätigt. Auch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 46,73 Euro ist mit gut 3 Prozent gering, was auf eine anhaltende Kaufbereitschaft der Anleger hindeutet.

Der Fokus richtet sich nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Datum wird Bayer den integrierten Jahresbericht für 2025 vorlegen. Investoren werden hier genau prüfen, ob die Finanzkennzahlen die Vorschusslorbeeren der Analysten und den jüngsten Kurslauf rechtfertigen können.

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